Fürs Dämmen von Altbauten gibt’s Geld: Bedarf im Kreis Northeim

Dachdämmung mit Mineralwolle. Foto: dpa

Northeim. Die Industriegewerkschaft Bau appelliert an Haus- und Wohnungsbesitzer im Kreis Northeim, das neu aufgelegte Programm „Energieeffizient Sanieren“ der Bank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu nutzen, um Altbauten energetisch durchzusanieren.

Seit 1. April winken bis zu 30 Prozent Zuschuss mit einem Maximalbetrag von 30 000 Euro pro Wohnung.

Im Kreis Northeim wurden im vorigen Jahr 403 Wohneinheiten mit finanzieller Unterstützung der KfW-Bank energetisch saniert. Dafür flossen drei Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern, heißt es im Förderreport der KfW-Bank.

Das seien zwar rund 50 Wohnungen mehr als jeweils in den beiden Jahren zuvor. Allerdings gebe es noch viel Luft nach oben, betont IG Bau-Bezirkschef Friedrich Falk, Northeim. Gerade bei Fenstern, Fassaden, Dächern und Heizungen gebe es noch einen großen Nachholbedarf bei den Nachkriegsbauten der 1950er-, 60er- und 70er-Jahre. Falk: „Viele dieser Häuser haben noch nie Dämmstoff gesehen und müssten dringend auf den heutigen Stand gebracht werden, um Energie zu sparen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Das bestätigt auch Northeims Kreishandwerksmeister Hermann-Josef Hupe. 80 Prozent aller Wohnhäuser stammten aus der Zeit vor der ersten Ölkrise im Jahre 1973, schätzt der Bauunternehmer, der auch stellvertretender Obermeister der Northeimer Baugewerke-Innung ist.

Energetische Sanierungen in solchen Altbauten seien dringend erforderlich, allerdings auch relativ kostenintensiv, wenn man den Höchststandard eines „KfW-Effizienzhauses 55“ erreichen wolle, für den es den Höchstzuschuss von 30 000 Euro pro Wohneinheit gebe. Hupe rät, zuerst Baufachfirmen oder Architekten anzusprechen.

Zuschüsse gibt es übrigens auch für Einzelmaßnahmen wie Fenstertausch, Wand-, und Dachdämmung (zehn Prozent, maximal 5000 Euro pro Wohnung) oder für Heizungstausch (15 Prozent, max. 7500 Euro).

So gibt es den Zuschuss

Einen staatlichen Zuschuss oder auch zinsgünstigen Kredit für energetische Sanierung gibt es von der KfW-Bank. Vermittelt werden sie über alle Geschäftsbanken. Sanierungsförderung gibt es nur für Wohngebäude, bei denen der Bauantrag vor dem 1. Februar 2002 genehmigt wurde.

Vor Beginn muss ein unabhängiger Sachverständiger ein Sanierungskonzept aufstellen und dann die Arbeiten begleiten. Anerkannte Sachverständige sind unter www.energie-effizienz-experten.de aufgelistet.

Alle Sanierungsarbeiten sind durch Fachunternehmen des Bauhandwerks auszuführen. (goe)

Mehr Infos: im Internet unter www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien

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