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Gründonnerstag ist für Supermärkte umsatzstärkster Tag im Jahr

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Voller Einkaufswagen: Steffi Burandt nutzte wie viele andere Kunden den Gründonnerstag um für Ostern einzukaufen. Foto: Jelinek
Voller Einkaufswagen: Steffi Burandt nutzte wie viele andere Kunden den Gründonnerstag um für Ostern einzukaufen. Foto: Jelinek

Northeim. Volle Einkaufswagen. Lange Schlangen an den Kassen. Mitarbeiter im Stress. Am Gründonnerstag erlebten die Supermärkte in der Region wieder einen riesigen Ansturm. Kein Wunder. Schließlich ist es der umsatzstärkste Tag des Lebensmittel-Einzelhandels im Jahr.

Das bestätigten die Leiter der Märkte auf HNA-Anfrage.

Auch der Northeimer Edeka-Aktivmarkt von Inhaber Tobias Schnabel macht am Gründonnerstag den größten Umsatz. „Im Weihnachts-Geschäft verteilt es sich auf mehrere Tage“, sagt Schnabel. Vor Ostern sei der Andrang geballter.

Dies liegt nach Ansicht von Schnabel unter anderem an der großen Nachfrage nach Produkten, die frisch sein müssen. So steige der Verkauf von Fisch vor Karfreitag in seinem Geschäft um das Fünffache im Vergleich zu anderen Wochenenden. „Man merkt, dass die Bräuche bei vielen in den Köpfen stecken“, sagt Schnabel. Lamm, Schweinefilet und frischer Salat seien weitere beliebte Produkte.

Am Vorjahr orientieren

Die Geschäfte hatten sich gut auf den Ansturm vorbereitet. „Es ist keine Hexerei, sondern planbar“, sagt Schnabel. Die Supermärkte könnten sich grob an den Vorjahres-Zahlen orientieren. Das Personal müsse an diesem besonderen Tag Überstunden machen.

Ähnlich ist es im Northeimer Marktkauf. „Natürlich brauchen wir mehr Personal. Wir fangen auch früher an zu arbeiten, weil wir mehr Vorlauf benötigen“, erklärt Geschäftsleiter Ansgar Weitkamp. Besonders frische Produkte wie Obst, Fleisch und Molkereiprodukte würden gut verkauft.

Im Katlenburger Rewe-Markt von Ralf Adolph fragten die Kunden alle Waren gut nach. Der Gründonnerstag sei so beliebt, da den Kunden Freitag als Einkaufstag fehle. Ein Unterschied zu der Nachfrage vor Weihnachten bestehe bei Süßigkeiten. „Während die Kunden Weihnachtsmänner schon weit vor dem Fest kaufen, werden die Oster-Sachen erst auf den letzten Drücker gekauft“, sagt Adolph.

Marktkauf-Leiter Ansgar Weitkamp erwartet auch für Samstag einen starken Andrang. Daher habe das Geschäft wie üblich bis 20 Uhr geöffnet. Damit im Katlenburger Rewe-Markt die Kunden in Ruhe einkaufen können, bleibe der Laden wie gewohnt bis 22 Uhr geöffnet. Denn Eigentümer Ralf Adolph stellt sich auf einen erneuten Ansturm ein: „Nur diesmal ist er geballter am Vormittag. Der Andrang besteht solange, bis die Leute zum Osterfeuer gehen.“

Von Manuel Kopp

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