Bahn frei für Rettungsfahrzeuge: „Die Rote Ampel beißt nicht“

Rettungsfahrzeuge haben es häufig schwer, wenn sich vor roten Ampeln nichts tut. Autofahrer, die nicht reagieren, kosten wertvolle Zeit. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Konstantin Mennecke.

Eine typische Situation: Der Rettungsdienst ist in Richtung Northeimer Harztorkreuzung unterwegs, es geht einmal mehr um Sekunden und das Retten von Leben. Doch in der Blechlawine, die vor der Ampel wartet, tut sich rein gar nichts.

Stillstand am Rotlicht - während anderswo möglicherweise gerade ein Herz stillsteht.

Die Einsatzfahrzeuge sind auffällig blinkende, blaue Tannenbäume geworden. Für Menschen wie mich als aktiver Feuerwehrmann zum Träumen schön, doch das laute Pressluftmartinshorn schafft es trotzdem nicht immer, Autofahrer an der roten Ampel aus dem Träumen zu holen.

Die Angst vor dem Rotlicht ist bei Autofahrern offenbar zu groß. „So ‘ne rote Ampel beißt nicht, weiterfahren!“ - heißt es in einem tausendfach im Internet geteilten Video einer Rettungswagen-Besatzung. Diese Botschaft spricht mir und vielen Rettungskräften aus dem Herzen und gilt für jede andere rote Ampel.

Für die Retter zählt jede Sekunde, um schnell helfen zu können. Wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert, ganz gleich ob Feuerwehr, Polizei oder eben der Rettungsdienst, gilt es, umsichtig Platz zu schaffen. Sofort und auch trotz roter Ampel. Der Gesetzgeber erlaubt’s - und die Rettungskräfte freut’s.

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