Umbau zur Inklusions-Schule

Grundschule Echte: Anbau reicht nicht

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Die Grundschule in Echte: Um die Anforderungen der Inklusion zu erfüllen, sind umfangreiche Umbauten notwendig.

Echte. Mit der Vorstellung mehrerer Varianten treibt die Gemeinde Kalefeld den Umbau der Grundschule Altes Amt in Echte zu einer Inklusions-Schule voran.

In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses stellte der Nörtener Architekt Jan Mocha die Pläne vor.

Der Schulausschuss nahm sie zunächst ohne Abstimmung zur Kenntnis. In der nächsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses, die bereits am heutigen Donnerstag, 1. September, um 19.30 Uhr in der Grundschule Echte stattfindet, sollen die Pläne erstmals diskutiert werden.

Jan Mocha stellte mehrere Varianten vor. In den beiden ersten geht es jeweils um einen Anbau. Einer könnte rechtwinklig vom Gebäudeteil abgehen, der rechtwinklig zur Straße In der Trift steht.

Jan Mocha

Die andere Möglichkeit wäre ein Anbau an den westlichen Teil des Gebäudes, der parallel zur Straße verläuft. In diesem Fall würde der Schulhof einen U-Charakter erhalten. Für beide Anbauten schlägt der Architekt ein Flachdach vor, um sich die Option einer kostengünstigen Aufstockung zu erhalten.

Funktional geplant

Die Kosten für einen Massivanbau schätzt er in beiden Fällen auf rund 317 000 Euro. Einen Containerbau veranschlagt er mit jeweils rund 249 000 Euro. Er betonte, bei seinen Entwürfen sei er rein von funktionalen, kostengünstigen Voraussetzungen ausgegangen. „Es ging dabei nicht um architektonische Gestaltung.“

Als weitere Möglichkeit hat er den Ausbau des Jugendraumes geprüft. Er sei als Klassenraum jedoch nicht geeignet, weil nicht genügend Tageslicht zur Verfügung stehe.

Als weitere Baumaßnahmen für die Inklusion und zur Verbesserung der Schule hält Mocha unter anderem folgende Maßnahmen für erforderlich beziehungsweise möglich: 

• den Einbau einer rollstuhlgerechten Toilette

• den Anbau einer Fluchttreppe an die so genannte „Leseinsel

• den Einbau einer Rettungsschleuse und eines so genannten „Escape-Chair“ (Flucht-Stuhl) im Obergeschoss, den Rollstuhlfahrer im Fall eines Feuers nutzen könnten

• Der Förderbereich und die Bücherei könnten zu einem PC-Raum und Lagerraum für Musikinstrumente umgestaltet werden.

Grundschule Düderode

Die kommissarische Leiterin der Grundschule Düderode, Frauke Winterfeld, mahnte in der Sitzung, über den Ausbau der Schule in Echte nicht die Grundschule in Düderode zu vergessen. Die Schule soll laut Beschluss des Gemeinderates zwar auf Dauer erhalten bleiben, der Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen zur Entschuldung von Kalefeld und die noch nicht geklärte Mietsituation zwischen Gemeinde und Landkreis über das Schulgebäude könnten in der neuen Wahlperiode jedoch zu einer Aufhebung des Beschlusses führen. Bürgermeister Jens Meyer (SPD) betonte, die Verwaltung werde alle Möglichkeiten aufzeigen, die Kalefelder Schullandschaft zu gestalten.

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