Ortsbürgermeisterwahl: Kandidat erleidet Schwächeanfall

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Der neue Ortsrat Westerhof am Abend der Bürgermeisterwahl im Gasthaus Zufall: (von links) Frank Hartje, Jens Heim, Sabine Zech, Monika Brümmer, Janet Ude, Rudolf Kunz und Robert Schneider-Winterfeld.

Westerhof. Die neue Amtsperiode des Westerhöfer Ortsrates startete direkt mit Differenzen zwischen CDU und SPD. Diese endeten am Montagabend im Gasthaus Zufall mit einem Rettungsdiensteinsatz, erst einer Sitzungsunterbrechung und letztlich ohne die Wahl eines neuen Ortsbürgermeisters.

Was war passiert? Die Sitzung des siebenköpfigen Ortsrates begann pünktlich um 19.30 Uhr, recht harmonisch mit einem gemeinsamen Foto. Die Sitzungsleitung übernahm gemäß Satzung das älteste dazu bereite Ortsratsmitglied in Person von Rudolf Kunz (SPD).

Zum Tagesordnungspunkt 3, Erklärung der Mitglieder über Bildung und Stärke der Fraktionen, ergriff Robert Schneider-Winterfeld (SPD) das Wort: „Die SPD möchte auf die Fraktionsbildung verzichten, das hat es nie in der Vergangenheit gegeben. Wir haben immer ein gemeinsames Ziel verfolgt“. Dieser Meinung schlossen sich die CDU-Mitglieder an, die ebenfalls auf eine Fraktionsbildung verzichten.

Schneider-Winterfeld legte direkt im Anschluss vor Tagesordnungspunkt 4, Wahl des Ortsbürgermeisters, nach: „Die Partei mit den meisten Stimmen soll den Ortsbürgermeister stellen, die anderen den Stellvertreter. Da wir kein Mitglied mehr im Gemeinderat haben, werden wir es künftig schon schwer genug haben“, sagte das SPD-Mitglied. An dieser Stelle solle man sich jetzt nicht in die Haare kriegen, sondern sich darüber innerhalb des Ortsrates einig sein.

Es kam anders

Bei den anschließenden Wahlvorschlägen kam es dann aber anders: Schneider-Winterfeld wurde aus den eigenen Reihen zur Wahl vorgeschlagen, dann, wenige Momente später, auch Rudolf Kunz. Schneider-Winterfeld fordert Sitzungsunterbrechung, während zeitgleich auch die bisherige Ortsbürgermeisterin Sabine Zech für die Wahl vorgeschlagen wird.

Der Sitzungsunterbrechung wurde stattgegeben, die SPD-Mitglieder verlassen den mit gut zehn Bürgern besetzten Saal. Es kommt zur Diskussion vor dem Gasthaus, auch Gemeindebürgermeister Jens Meyer (SPD) sucht den Kontakt zu seinen Parteigenossen.

Nach gut zehn Minuten teilte Sitzungsleiter Kunz dann mit, dass die Sitzung an dieser Stelle beendet werde, da Schneider-Winterfeld aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter teilnehmen könne. Er war vor der Tür in Folge eines Schwächeanfalls zusammengebrochen, der Rettungsdienst kam zum Einsatz. Der Antrag auf Sitzungsabbruch wurde einstimmig angenommen, beide Parteien sprachen Schneider-Winterfeld die Wünsche für eine schnelle und gute Genesung aus.

Neuer Termin

Aufgrund der einzuhaltenden Fristen kann die nächste Sitzung nicht kurzfristig anberaumt werden. Als voraussichtlicher Termin ist Donnerstag, 24. November, geplant. Ab 19 Uhr soll dann erneut im Gasthaus Zufall ein Ortsbürgermeister oder eine Ortsbürgermeisterin gewählt werden.

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