Kinderbuch "Die Vier der brennenden Schilde"

In der Natur statt vor dem PC: Drei Männer erzählen in Kinderbuch von Abenteuern

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Die Bande hält immer noch zusammen: Von links Klaus Rauhaus, Jan Bechtel und Jörge Penk erzählen in ihrem Buch die Geschichten, die sie als kleine Kinder erlebt haben.

Großenrode. "Hast du keine Lust, richtige Abenteuer zu erleben? - Abenteuer? Solche wie auf der Playstation? - Ich glaube, du weißt gar nicht, was ein richtiges Abenteuer ist."

Dieser gekürzte Gesprächsauszug zwischen Vater und Sohn stammt aus dem neuen Buch „Die Vier der brennenden Schilde“ von Klaus Rauhaus, Jörge Penk und Jan Bechtel. Der Auszug aus dem Kinderbuch, in dem eine Bande auf dem Land ihr Unwesen treibt, verdeutlicht den Unterschied zweier Generationen: Während man sich früher draußen austobte, sitzen heute viele Kinder vor dem Fernseher oder der Spielekonsole. „Mit dem Buch hoffen wir, dass die Kinder wieder nach draußen kommen und Abenteuer finden“, erklärt Penk.

Abenteuer erlebten die drei Autoren reichlich. Sie wuchsen zusammen in einem kleinen Dorf in der Nähe von Wolfsburg auf und gründeten mit einem weiteren Freund, der am Buch aber nicht mitgearbeitet hat, eine Dorfbande. Dazu gehörten eine selbst errichtete Hütte, die sie selbst nur „die Bude“ nannten, Mutproben mit Blutegeln oder die rivalisierende Gegenbande, der man oft eins auswischen konnte.

Viele Erinnerungen 

Vor fünf Jahren kam den 47-jährigen (Bechtel) und 48-jährigen (Penk, Rauhaus) Männern die Idee, ihre Erlebnisse in Form von kurzen Geschichten niederzuschreiben. Schnell fiel ihnen auf, wie viele Geschichten und Erinnerungen ihnen wieder in den Sinn kamen. Das waren letztlich so viele, dass die drei Autoren vor zwei Jahren beschlossen haben, die Kurzgeschichten in einem Buch zu sammeln. Nachdem sie ihr Buch fertiggestellt hatten, suchten sie einen Verleger. „Wir sprachen die Buchhandlung Grimpe in Northeim an, ob sie an unserem Werk interessiert sei. Dass ihnen unser Buch gefallen hat, war für uns eine große Ehre“, zeigt sich Rauhaus erfreut.

Höhen und Tiefen 

Bei der Arbeit am Buch erlebten die Drei Höhen und Tiefen: „Manchmal war unsere Stimmung total euphorisch, manchmal aber auch von Verzweiflung geprägt, wenn man gerade eine Blockade im Kopf hatte“, sagt Bechtel. „Dann schreibt man lieber am nächsten Tag weiter“, fügt er lachend hinzu.

Besonderen Wert legen die Autoren auf die Personen- und Ortsungebundenheit, die ihr Werk auszeichne. Zwar seien es ihre Geschichten, aber diese könnten auch andere Kinder in anderen Orten so erleben. „Das Werk steht im Mittelpunkt, nicht wir“, sagt Penk. Das Buch sei auch nicht ausschließlich für Kinder geeignet, erzählen die drei Verfasser: „In erster Linie soll das Buch helfen, Kindern zu zeigen, dass auch in kleinen Dingen Abenteuer stecken. Aber bei unseren Lesungen haben wir gemerkt, dass auch Erwachsene an den Geschichten Interesse zeigen“, erzählen sie. Das Buch solle Erwachsene dazu anregen, ihren Kindern von ihren eigenen Erlebnissen zu erzählen.

„Die Vier der brennenden Schilde“ erscheint im Grimpe-Verlag und ist in allen Buchhandlungen sowie online bei Amazon erhältlich. Es kostet elf Euro. Weitere Informationen zum Buch gibt es auch auf der dazugehörigen Facebookseite.

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