2015 ließ Kassen der Kommunen im Kreis Northeim klingeln

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sprudelten im vergangenen Jahr kräftig. Die Städte und Gemeinden freut es. Foto: dpa

Northeim. Die Konjunktur brummt im Kreis Northeim. Viele Städte und Gemeinden haben deshalb Grund zum Jubeln: Sie schlossen das Jahr 2015 zumeist mit dicken Überschüssen ab, denn die Steuereinnahmen sprudelten.

Am besten steht die Stadt Northeim da. Sie wird nach vorläufiger Berechnung von Alexander Schilling, Leiter des städtischen Finanzmanagements, ein ähnlich dickes Plus wie im Jahr zuvor erzielen. Damals lag der Überschuss bei 2,8 Millionen Euro. An Gewerbesteuern habe man mit fast 12,3 Millionen Euro 700.000 Euro mehr eingenommen als erwartet. Das Plus beim Einkommenssteuer-Anteil 2015 schätzt Schilling auf 230.000 Euro (insgesamt 10,1 Millionen) und beim Umsatzsteueranteil auf 280.000 Euro (insgesamt: 1,68 Millionen).

Zusammen mit einem Rest-Überschuss aus dem Jahr 2014 werde man wahrscheinlich 3,8 Millionen Euro in die Rücklagen legen können.

Bei der Stadt Einbeck sieht die Situation ähnlich aus. Kämmerin Christa Dammes rechnet mit einem „ordentlichen Überschuss“. Allein an Gewerbesteuern habe man eine halbe Millionen Euro mehr eingenommen (insgesamt zwölf Millionen Euro). Auch die Einnahmen aus der Einkommensteuer seien leicht gestiegen, und es habe Einsparungen bei den Ausgaben gegeben. Dammes: „Wir hoffen, dass wir unsere Alt-Defizite aus Vorjahren, die noch bei etwa einer Million Euro liegen, mit dem 2015-er Ergebnis endgültig abbauen können.“ Dann würde Einbeck mit der Stadt Northeim und auch mit Uslar gleichziehen, die das schon geschafft haben.

In Uslar rechnet Kämmerer Sven Borchert mit einem erneuten Überschuss von 700.000 Euro. Im Jahr zuvor lag das erwirtschaftete Plus sogar bei 2,6 Millionen Euro. Diesmal waren weniger sprudelnde Steuern als eingesparte Personalkosten (- 300.000 Euro) und weniger Zinszahlungen (130.000 Euro) ausschlaggebend. Die Rücklage wächst auf 3,7 Millionen Euro.

Auch die meisten kleineren Gemeinden im Landkreis Northeim profitieren von der guten Konjunktur und erzielten im vorigen Jahr ordentliche Überschüsse.

Kalefeld die Stadt Hardegsen und die Gemeinde Katlenburg-Lindau laut ihrer Kämmerer in den Jahresabschlüssen mit Überschüssen zwischen 160.000 und 700.000 Euro.

Der Flecken Nörten-Hardenberg und die Gemeinde Bodenfelde hingegen rechnen mit einer schwarzen Null im Jahresabschluss, die Stadt Moringen sogar mit einem kleinen Defizit. Schuld sind in allen drei Fällen Rückerstattungen von Gewerbesteuerbeträgen, die die Betriebe zu viel als Vorauszahlungen abgeführt hatten.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.