Ernte durch wechselhaftes Wetter beeinträchtigt – Preise für Weizen sinken

Weizenernte bereitet Landwirten Sorge

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Hofft auf trockenes Wetter in den nächsten Tagen: Landwirt Manfred Voß aus Northeim hat mit der Weizenernte noch nicht begonnen. 

Northeim. Das Wetter wird den Landwirten im Landkreis Northeim in Sachen Weizenernte wahrscheinlich einen Strich durch die Rechnung machen.

„Bislang war es ein ganz normales Jahr, aber jetzt, wo wir die Trockenheit für die Ernte brauchen, sind die Bedingungen leider nicht gut“, beschreibt Hartmut Danne, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Northeim-Osterode die Situation. „Der Weizen ist reif und muss jetzt geerntet werden.“

Angesichts der weltweiten hohen Weizenerträge und der damit verbundenen niedrigen Preise hätten die Bauern in der Region vermehrt auf gute Qualitäten gesetzt, die sich insbesondere im fruchtbaren Leinetal erzielen lassen. „Aber da muss natürlich das Wetter mitspielen“, sagt Danne. „Und laut Wetterbericht soll das in den nächsten Tagen leider nicht der Fall sein.“

Anfang der Woche hätten viele Bauern zwar mit der Weizenernte begonnen. Doch voraussichtlich müsse diese aufgrund der vorhergesagten Regenfälle wieder unterbrochen werden.

Für die Landwirte ist das eine Zwickmühle, denn je länger sie aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse mit der Ernte warten, desto mehr Qualitätsverluste müssen sie hinnehmen. „Das kann so weit gehen, dass der Weizen nicht mehr als Back- sondern nur noch als Futterweizen verkauft werden kann, und das bedeutet natürlich weniger Einnahmen für die Bauern“, so Danne.

Der Northeimer Landwirt Manfred Voß hat mit der Weizenernte noch nicht begonnen, macht sich bezüglich des zu erzielenden Preises aber keine große Hoffnung: „Im vergangenen Jahr lag der Preis bei 15 Euro pro Doppelzentner. In diesem Jahr werden wir vermutlich noch weniger bekommen.“

Für die Bauern im Landkreis Northeim ist Weizen die wichtigste Frucht und wird auf 22 900 Hektar angebaut. Die gesamter Ackerbaufläche beträgt 50 300 Hektar. 

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