Ärzte warnen: Grippewelle droht nach Weihnachten

Impfen gegen Grippe: Dr. Christian Steigertahl mit seinem Patienten Hermann Rosenberg.

Northeim. Vorbeugen statt therapieren - unter diesem Motto ruft die Ärzteschaft im Landkreis Northeim die Menschen auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen.

„Für die schützende Impfung sind die Monate Oktober und November der richtige Zeitpunkt“, sagt Dr. Christian Steigertahl, Vorsitzender des Ärztevereins Northeim. Denn die Ausbildung des vollen Impfschutzes dauere etwa zwei Wochen, und bereits nach Weihnachten drohe die erste Grippewelle. Mit saisonalen Grippewellen, die durchschnittlich acht bis zehn Wochen, manchmal aber auch deutlich länger dauern, sei nach dem Jahreswechsel zu rechnen. Steigertahl: „Januar und Februar sind demnach die stärksten Grippe-Monate.“

Im Gegensatz zum „grippalen Infekt“, bei dem es sich lediglich um eine einfache Erkältung handele, sei die echte Grippe mit Komplikationen verbunden. Auch wenn sich durch gewisse Vorsichtsmaßnahmen im Alltag die Ansteckungsgefahr verringern lasse, sei der sicherste Schutz vor der Grippe die Impfung.

„Mit der Impfung schützen sich die Menschen nicht nur selbst, sondern auch ihre Familien, Freunde und gefährdete Personen in der Umgebung vor einer Grippeinfektion“, betont Steigertahl. Geimpft werden sollten vor allem Menschen über 60 Jahre, jüngere Menschen mit chronischen Krankheiten, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinisches und pflegerisches Personal.

„Die Impfung ist gut verträglich“, so Steigertahl. Gelegentlich könne es an der Einstichstelle zu Rötungen, Schwellungen oder leichten Schmerzen kommen. Auch eine Erhöhung der Körpertemperatur und leichte Allgemeinbeschwerden für ein bis zwei Tage kämen vor, seien aber ein Zeichen dafür, dass der Körper mit seiner Abwehr reagiert habe.

„Die Impfung ist kostenlos und ihre stärkste Nebenwirkung ist ein gutes Gefühl.“

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