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Alte Gutenberg-Realschule: Abriss rückt immer näher

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Von: Kathrin Plikat

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Wird vermutlich abgerissen: Der Gebäudekomplex der ehemaligen Gutenberg-Realschule am Northeimer Schuhwall steht seit fast drei Jahren leer. 2 Fotos:  Jelinek
Wird vermutlich abgerissen: Der Gebäudekomplex der ehemaligen Gutenberg-Realschule am Northeimer Schuhwall steht seit fast drei Jahren leer. © Jelinek

Northeim. Eine Nachnutzung des Gebäudes der ehemaligen Gutenberg-Realschule ist nicht in Sicht. Was auf dem Gelände entstehen könnte, ist aber ebenfalls noch unklar.

Der Abriss des Gebäudes der früheren Gutenberg-Realschule am Northeimer Schuhwall scheint besiegelt: Wie Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer auf HNA-Anfrage sagte, spreche im Moment wenig dafür, die vorhandene Bausubstanz zu erhalten. Daher werde eine Debatte über den Abriss des Gebäudekomplexes immer wahrscheinlicher. Der Landkreis Northeim ist als Schulträger Eigentümer des Gebäudes.

Schon vor gut eineinhalb Jahren hatte der Landkreis verlauten lassen, dass die Suche nach einer sinnvollen Nachnutzung erfolglos verlaufen sei. Das sieht laut Niemeyer heute noch immer so aus. Das seit fast drei Jahren leerstehende Gebäude war aufgegeben worden, weil es erhebliche Baumängel, unter anderem beim Brandschutz, aufwies.

Heute präsentiert sich die frühere Schule zwar von außen intakt, doch im Innern bietet sich ein Bild der Verwüstung: Zerschlagene Fenster und Türen, zerstörtes Mobiliar, Wasserschäden und vieles mehr.

Während im Jahr 2013 die Kreis-Sparkasse Northeim (KSN) mit der Vermarktung des Gebäudekomplexes beauftragt war, hat sich das Geldinstitut heute komplett aus den Planungen rund um die Nachnutzung herausgezogen.

Pläne verworfen 

KSN-Vorstand Guido Mönnecke sagte, dass sogar eine Wohnbebauung des Geländes diskutiert worden sei. „Doch dann kam das Thema Nachnutzung des Geländes des ehemaligen Krankenhauses am Wieter auf, und wir haben uns aus verschiedenen Gründen für dieses Grundstück entschieden.“ So habe zum Beispiel ein Gutachten ergeben, dass das alte Krankenhausgelände für die städtebauliche Entwicklung der Stadt Northeim besser geeignet sei. Darum habe man alle Pläne, die sich mit dem Realschul-Gelände befassen, vorerst verworfen.

Die Abrissarbeiten der alten Klinik sind inzwischen fast beendet. Laut Mönnecke werde der Helios-Konzern Mitte des Jahres das Gelände an die KSN übergeben. Dann soll gleich mit der sogenannten „inneren Erschließung“ begonnen werden. Mönnecke: „Zunächst werden Straßen und Wege gebaut, damit die jeweiligen Bauherren an ihre Grundstücke kommen.“ Im Herbst könne dann mit der privaten Bautätigkeit begonnen werden.

Neben einem neuen Supermarkt sollen auf dem Gelände mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen (HNA berichtete).

Hinsichtlich der alten Gutenberg-Realschule stimmt Mönnecke dem Ansinnen des Landkreises zu: Aufgrund der schlechten Bausubstanz sei es das Beste, die Gebäude abzureißen.

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