Disziplinarverfahren gegen Ex-Landrat Wickmann: Innenministerium schweigt weiter

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Michael Wickmann

Hannover / Northeim. Das Schweigen, in das sich das niedersächsische Innenministerium in Sachen Disziplinarverfahren gegen Northeims Ex-Landrat Michael Wickmann hüllt, ist auch vom Niedersächsischen Landtag nicht zu durchbrechen. 

Die am Freitag vom Ministerium auf eine mündliche Anfrage der CDU-Landtagsfraktion gegebene Antwort ist genauso dürftig wie die, die seit Monaten der Presse gegeben werden: Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen.

Ob die Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die eine Mitarbeiterin erhoben hatte, ausgeräumt seien, lässt das Ministerium dagegen offen. Es betont lediglich, dass die Anhaltspunkte ausreichten, das Disziplinarverfahren in Gang zu setzen sowie, dass es keine strafrechtlichen Ermittlungen gegen Wickmann gab.

Einschließlich Vorprüfung läuft das Verfahren inzwischen etwa ein Jahr und neun Monate. Dass es Vorwürfe einer Mitarbeiterin gegen Wickmann gibt, war im Januar vergangenen Jahres bekannt geworden. Erhoben worden sind sie wohl bereits im November 2014. Zu diesem Zeitpunkt war der Landrat wegen eines Ende September 2014 erlittenen Schlaganfalls bereits zwei Monate krank geschrieben.

Es folgte eine Vorprüfung des Falls durch das niedersächsische Innenministerium. Ende März 2015 leitete es dann formal ein Disziplinarverfahren gegen den 64-Jährigen ein.

Wickmann ist seit Anfang September vergangenen Jahres im Ruhestand. Er hatte nach seinem krankheitsbedingten Ausfall zunächst eine Rückkehr ins Kreishaus angestrebt, diese aber mehrfach verschieben müssen.

Im Juli 2015 hatte er dann beim Innenministerium in Hannover einen Antrag auf Versetzung in den Ruhestand gestellt. 

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