Leerstehendes Ladenlokal am Münster in eine Ausstellungshalle verwandelt

Feuerwehreinsatz im Schaufenster: Gaffer erwünscht

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Feuerwehr im Schaufenster: Die Northeimer Retter sorgten am Samstag in der Northeimer Innenstadt mit ihrer Aktion für Aufsehen.

Northeim. Bei einem ungewöhnlichen Einsatz der Feuerwehr am Samstagmorgen in der Northeimer Innenstadt waren Gaffer ausdrücklich erwünscht.

Wenn sich die aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz befinden, sind sie über Gaffer ganz und gar nicht erfreut, weil die meistens die Rettungs- oder Löscharbeiten behindern. Bei dem Einsatz am Samstagmorgen in der Innenstadt, der für großes Aufsehen sorgte, war das allerdings ganz anders.

Hintergrund für die außergewöhnliche Aktion, bei der ein leerstehendes Ladenlokal am Münster in eine Ausstellungshalle verwandelt wurde, ist der Mangel an Nachwuchskräften bei der Feuerwehr. „Wir möchten versuchen, insbesondere bei Jugendlichen und Kindern das Interesse für die ehrenamtliche Arbeit bei der Feuerwehr zu wecken“, sagt Daniel Kühle, der als stellvertretender Zugführer den Aufbau der Ausstellung leitete.

Die Idee dafür sei angesichts der vielen Leerstände in der Northeimer Innenstadt im Kommando der Ortsfeuerwehr entstanden, berichtet Kühle. „Bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten war uns dann Dr. Roy Kühne behilflich, der den Kontakt zum Eigentümer, der Firma Mönnig Bau, hergestellt hat.“

Neben einem Feuerwehr-VW-Käfer, Baujahr 1963 mit Original-Kennzeichen, sorgen in dem Schaufenster ein aufgeschnittenes Autowrack und viele feuerwehrtechnische Geräte für Aufmerksamkeit.

Ein gefüllter Spind informiert darüber, mit welchen persönlichen Ausrüstungsgegenständen die Feuerwehrleute in die Einsätze gehen. Ein leer stehender Spind soll als Kontrast symbolisch dafür stehen, dass bei der Feuerwehr dringend noch Leute gebraucht werden.

Die Ausstellung ist noch bis Januar direkt gegenüber vom Weihnachtsmarkt zu sehen. Laut Kühle möchte die Northeimer Wehr mit der Ausstellung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit neue Wege gehen. Weitere Aktionen seien bereits geplant.

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