Initiative zur besseren Vermarktung des Tourismusverbands

Harz will beliebtes Ziel für Hollywood-Produktionen werden

Northeim. Der Harz gilt als geheime Adresse für aufwändige Hollywood-Produktionen und erfolgreiche Filme aus Deutschland.

Um die Region noch attraktiver für Produzenten zu machen, ist jetzt die Initiative Drehort Harz auf die Beine gestellt worden.

2015 haben sich die Staatskanzleien aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das gemeinsame Ziel gesetzt, den Harz als Drehort für Film- und Fernsehproduktionen stärker zu etablieren. Konkret wird dies jetzt unter dem Dach des Harzer Tourismusverbands mit der „Initiative Drehort Harz“. Sie informiert in Schulungen, wie auf künftige Anfragen schnell und professionell reagiert werden kann. Dazu gehören Rechtsfragen zu Straßensperrungen, die Unterbringung der im Schnitt 40-köpfigen Filmcrew und das Finden von Drehorten im 4000 Quadratkilometer großen Harz.

Beworben wird der Harz durch die Filmfördergesellschaften der Länder, in Niedersachsen die Nordmedia - Film und Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen. Sie stellt auch Fördermittel für die Produktionen zur Verfügung. Insgesamt wurden 2015 243 Projekte niedersachsenweit mit 11,1 Millionen Euro gefördert.

Insbesondere die vielen Burgen und Schlösser des Harzes sind laut Harzer Tourismusverband ideale Drehorte für Geschichten aus dem Ersten Weltkrieg sowie in den 1930er und 40er-Jahren angesiedelte Produktionen. Zuletzt wurde „Das kleine Gespenst“ auf Schloss Wernigerode abgedreht sowie „Monuments Men“ mit George Clooney in Goslar. „Weitere Filme sind bereits in Planung“, sagt Christin Faust, Sprecherin des Harzer Tourismusverbands.

Der Verband unterstützt und berät die Städte und Kommunen nicht nur in der Vorarbeit, sondern insbesondere in der touristischen Vermarktung des Filmdrehs in der jeweiligen Stadt im Nachhinein und bei der Produktentwicklung.

Viele Filme abgedreht

Viele Filme, die sowohl bundesweit als auch weltweit Filmsäle füllen, sind im Harz entstanden, ohne dass viele überhaupt davon wissen. Ottos „7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug“, „Der Medicus“ und „Das Wunder von Lengede“ sind nur drei der Beispiele.

Für den Harzer Tourismusverband ist die Region idealer Ort für Filmproduktionen. „Aufgrund der abwechslungsreichen Harzer Natur- und Kulturlandschaft ist das Mittelgebirge als Drehort sehr gut aufgestellt“, sagt Sprecherin Christin Faust. „Je professioneller die Orte und Partner vor Ort auf Drehanfragen reagieren, desto interessanter und häufiger nachgefragt wird der Drehort Harz.“ Insbesondere Höhlen, Stollen- und Schachtanlagen seien von Interesse.

Die touristische Vermarktung im Anschluss ist facettenreich. „Das Themenfeld Filmtourismus ist noch neu für die Region, bietet aufgrund der zahlreichen Dreharbeiten der vergangenen Jahre aber ein großes Potenzial für eine erfolgreiche Produktentwicklung“, so Carola Schmidt, Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes. Viele Städte greifen unter anderem die Drehorte in speziellen Stadtführungen auf.

George Clooney war da

Für größtes Aufsehen in der jüngsten Vergangenheit sorgte Weltstar und Frauenliebling George Clooney mit seinem Film „Monuments Men“. Der Streifen erzählt die Geschichte einer Gruppe Kunstschützer aus dem Zweiten Weltkrieg und wurde unter anderem in Goslar, Bad Grund, Lautenthal und Clausthal-Zellerfeld gedreht. Lange Gesichter gab es hinterher bei der Filmpremiere: Die Szenen aus Goslar wurden in der finalen Fassung herausgeschnitten, rund 2000 Komparsen waren dementsprechend enttäuscht.

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Rubriklistenbild: © dpa/Montage: Mennecke

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