Kirche begräbt Pläne für die neue Krippe

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Wird keinen Platz machen für eine neue Krippe: Das Northeimer Kantorenhaus.

Northeim. Die Northeimer St.-Sixti-Kirchengemeinde wird auf ihren Grundstücken im Bereich Kirchplatz keine Krippe bauen.

In einem Schreiben an die Stadt Northeim begründen die Kirchengemeinde und der Kindertagesstättenverband des Kirchenkreises Leine-Solling ihre Entscheidung damit, dass ein Krippenbau unter der Voraussetzung, dass das alte Kantorenhaus erhalten bleiben muss, nicht mehr umsetzbar sei.

Die Kirche wollte das Grundstück Kirchplatz 8 nach erfolgtem Abriss des darauf stehenden Gebäudes kaufen, um es zusammen mit weiteren Grundstücken, die der Kirche gehören, für den Bau einer neuen Krippe in diesem Bereich zu nutzen. Eine entsprechende Abrissgenehmigung hatte bereits vorgelegen, war jedoch durch das Kaufangebot des Northeimer Ratsherrn Eckhard Ilsemann hinfällig geworden (wir berichteten).

„Unser zum Wohle der Öffentlichkeit erarbeitetes Konzept ist damit hinfällig“, sagt Joachim Hartung, Vorsitzender des Kirchenvorstands St. Sixti. Es sei nicht abzuschätzen, welche Kosten im Rahmen einer Restaurierung letztendlich entstehen, aber die zugesagten Fördermittel für den Krippenbau reichten auf keinen Fall aus, um das 20 Jahre leer stehende, denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten und zu restaurieren. Außerdem sei es der Gemeinde gar nicht gestattet, ein bebautes Grundstück zu kaufen.

„An einem Krippenbau ohne Anbindung an das kircheneigene Grundstück Kirchplatz 7 hat die St.-Sixi-Gemeinde jedenfalls kein Interesse“, betont Hartung. Eine Alternative zum geplanten Krippenbau gibt es laut Pastorin Karin Gerken-Heise, Vorsitzende des Kindertagesstättenverbandes Leine Solling, derzeit nicht.

„Es ist traurig, dass die St.-Sixti-Gemeinde ihr Angebot nicht aufrecht erhalten kann, aber die Entscheidung ist aus Sicht der Stadt Northeim nachvollziehbar.“ Mit diesen Worten kommentierte Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser gestern auf HNA-Anfrage die Ankündigung der Northeimer Kirchengemeinde, auf den Bau einer Krippe im Bereich Kirchplatz zu verzichten. Durch das Kaufangebot für das Kantorenhaus sei der Bau der bereits geplanten Krippe nun nicht mehr möglich, so der Verwaltungs-Chef.

Nun gelte es, vor dem Hintergrund der bereits eingeworbenen Fördergelder gemeinsam mit dem Kindertagesstättenverband Leine-Solling eine andere Lösung zu erarbeiten. 

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