Klinik Northeim und Uniklinik arbeiten bei Herzkatheter-Ops zusammen

Experten aus Northeim: Prof. Dr. med. Wolfgang Schillinger (links) und Prof. Dr. med. Lars Lüthje im Herzkatheterlabor der Helios-Klinik Northeim. Foto: Helios/nh

Northeim. Die Northeimer Helios-Klinik und das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen sind eine enge Kooperation bei der Behandlung von herzkranken Patienten eingegangen.

Die Zusammenarbeit umfasst unter anderem die elektrophysiologische Behandlung von Patienten in Northeim sowie den Aortenklappenersatz per Katheter in Göttingen, heißt es in einer Pressemitteilung der Klinik. Auch in gemeinsamen Forschungsprojekten sowie bei der Rotation im Rahmen der kardiologischen Facharztausbildung gebe es eine enge Zusammenarbeit beider Kliniken.

Helios nennt zwei Beispiele, wie die ärztliche Kooperation aussieht. So führe Professor Dr. Lars Lüthje, Kardiologe in der Universitätsmedizin Göttingen mit elektrophysiologischem Schwerpunkt, seit Oktober 2015 wöchentlich im Herzkatheterlabor in Northeim so genannte Katheter-Ablationen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen aus.

Das Verfahren kann Patienten mit hartnäckigen Herzrhythmusstörungen helfen. „Durch Spezialeingriffe am Herzmuskelgewebe können krankhafte, elektrische Erregungsherde verödet werden. Nach einer erfolgreichen Ablation kehrt das Herz dauerhaft in seinen natürlichen Takt zurück“, erläutert Prof. Lüthje.

Northeimer Herzpatienten, die an einer Verengung der Aortenklappe, der sogenannten Aortenstenose, leiden und eine neue Herzklappe benötigen, können wiederum von Prof. Dr. Wolfgang Schillinger, Kardiologischer Chefarzt der Helios-Klinik Northeim, in der Universitätsmedizin Göttingen behandelt werden.

Im Herzkatheterlabor der Uni-Klinik führe der Kardiologe den Aortenklappenersatz bei Risikopatienten durch. Bei diesen Patienten wäre aufgrund von Begleiterkrankungen und hohem Alter eine Operation durch Herzchirurgen mit zu großen Risiken verbunden.

„Dank des katheterbasierten Verfahrens kann beim Klappenersatz auf die Öffnung des Brustkorbs verzichtet werden“, sagt Prof. Schillinger. Die kranke Klappe werde belassen und durch eine mit einem Stent befestigte neue Klappe ersetzt. Der Northeimer Chefarzt hatte das Verfahren während seiner Tätigkeit als Leitender Oberarzt in der Universitätsmedizin Göttingen etabliert.

Schillinger ist zudem wissenschaftlicher Leiter einer klinischen Studie zur Klappentherapie in Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen.

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