Übungsleiter-Zuschüsse

Geschönte Anträge? Kreissportbund warnt seine Mitglieder vor Betrug

Northeim. Der Kreissportbund Northeim-Einbeck warnt seine Mitgliedsvereine davor, sich mit unehrlichen Angaben Übungsleiter-Zuschüsse zu erschleichen, die ihnen nicht zustehen.

Der Kreis-Sportbund (KSB) Northeim-Einbeck hat eine eindringliche Mahnung an seine Mitgliedsvereine herausgeschickt. Er appelliert zum einen an die Clubs, pünktlich bis zur Monatsmitte die Anträge für die Auszahlung der Übungsleiterunterstützung einzureichen. Zum anderen warnt er die Verantwortlichen in den Vereinen davor, mit unehrlichen Angaben auf den Anträgen betrügen zu wollen.

Die Auszahlung der Übungsleiterunterstützung für das erste Halbjahr 2016 verzögere sich immer weiter, schreibt der Vize-Chef des KSB, Gerhart Haupt. Grund sei die schludrige Abgabe der Anträge auf Auszahlung der Übungsleiterunterstützung. Erst nachdem alle Vereine ihre Summen gemeldet hätten, könne mit der Auszahlung begonnen werden.

Den Juli-Termin (15. Juli) haben laut Haupt elf Vereine nicht eingehalten. Sie seien mit einer Fristverlängerung angemahnt worden.

Die Vereine seien auch aufgefordert worden, Nachweise über vorgenommene Überweisungen vom Verein an die Übungsleiter in Form von Überweisungskopien beizulegen. Bei zwei Vereinen gebe es bis heute Ungereimtheiten in dieser Sache.

Trotz einer im Frühjahr in Langenholtensen ausgerichteten Info-Veranstaltung zu den verschärften Überwachungsmechanismen des Landessportbundes habe der KSB Northeim-Einbeck den Eindruck, dass etliche Vereine mit den beantragten Zuschussanträgen „sehr fahrlässig und zum Teil abdriftend in Richtung falscher Zahlen operieren, um sich höhere Beträge zu sichern“, schreibt Haupt. Diese Beträge reduzierten letztlich den Gesamtanspruch aller ehrlichen Vereine. Haupt: „Das kann und darf nicht sein!“

Der KSB werde ein solches Verhalten von Mitgliedsvereinen nicht dulden, fährt der Vize-Chef fort. Den Zeitverlust der Auszahlung hätten die säumigen Clubs zu verantworten. Da tröste es auch kaum, dass die Quote der eingesparten Auszahlungen die Auszahlsummen an die ehrlichen Vereine etwas erhöhe, da die korrigierte Gesamtausschüttungssumme umgelegt wird.

Der KSB-Vorstand ermahnt noch einmal alle Clubs, ehrliche Anträge zu stellen und Auszahlungsbelege per Kopie bereit zu halten. Kontrollen würden verstärkt, wenn unvollständige oder unpräzise Angaben dazu herausfordern sollten.

„Ein Zuschussantrag mit falschen oder fehlenden Angaben ist kein Kavaliersdelikt“. fährt Haupt fort. Er appelliert an die Vereinsvorstände: „Überprüft eure Mitarbeiter, die die Anträge ausfüllen und im Zweifel zu salopp - manchmal auch aus Unkenntnis - damit umgehen.“

Im schlimmsten Fall drohten vom Landessportbund neben Rückzahlungsforderungen der Entzug der Gemeinnützigkeit und der Ausschluss aus dem Landessportbund.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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