200 Teilnehmer bei Kundgebung des Bündnisses gegen Rechtsextremismus

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200 Teilnehmer bei Kundgebung des Bündnisses gegen Rechsextremismus

Northeim. Ein Zeichen für Menschenwürde und Demokratie und gegen Hass und Gewalt setzten am Freitagnachmittag fast 200 Menschen auf dem Northeimer Marktplatz.

Sie waren dem Aufruf des Northeimer Bündnisses gegen Rechtsextremismus zu der Kundgebung gefolgt, die unter dem Motto „Gemeinsam für eine offene und tolerante Welt“ stand. Erika Goebel, Vorsitzende des DGB-Ortsverbands Northeim, sagte in ihrer Begrüßung: „Wir wollen heute Flagge zeigen gegen Rechtsextremismus. Wir sind tolerant, aber bei Rechtsextremismus sagen wir ganz klar und deutlich Nein!“ Sie betonte, dass nicht jeder, der einen dummen Spruch gegen Flüchtlinge äußert, ein Rechtsextremer sei. 

Aber den Stammtischparolen und dem Rechtspopulismus müsse entgegengetreten werden, damit die rechten Gedanken gleich im Keim erstickt würden. Der Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen lade regelmäßig ein zu freiheitlichen Bürgertreffs. Goebel: „Dahinter verbergen sich nachweislich keine normalen Bürger, sondern Mitglieder von Pegida, Afd, der Neonazi-Szene Thüringens und Südniedersachsens.“ 

Und: „Wir wollen Vielfalt in diesem Land. Die, die uns Angst machen wollen, haben hier keinen Platz.“ Zum Thema Flüchtlingskrise sagte Goebel, dass die Verwaltungen der Kommunen natürlich überlastet seien, „aber wichtiger sind die vielen ehrenamtlichen Helfer bundesweit. Sie sehen nicht weg, sondern packen an und helfen. Ohne deren Hilfe müssten wir von einer Flüchtlingskrise sprechen.“ Vertreter mehrerer Flüchtlingsinitiativen im Landkreis berichteten im Anschluss von ihrer Arbeit. 

Auch ein Flüchtling trat ans Mikrofon: Der junge Mann, der in Hardegsen wohnt, hatte dort vor einigen Wochen den Anschlag miterlebt, bei dem von Unbekannten eine Fensterscheibe eingeschlagen worden war. Er bedankte sich in englischer Sprache dafür, dass ihm danach so viele Menschen geholfen hätten, darunter die Polizei, die Behörden und vielen Privatleute.

200 Teilnehmer bei Kundgebung des Bündnisses gegen Rechtsextremismus

Zwischen den Redebeiträgen spielten Mitglieder der Kirchenband Ephatha des Kirchenkreises Leine-Solling. Die Northeimer Polizei sprach im Anschluss der Kundgebung von einem sehr ruhigen und friedlichen Verlauf.

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