Verfahren wegen des Verdachts auf Untreue

Northeimer Parkplatzposse: Staatsanwalt ermittelt

Hatte am Mittwoch Besuch von der Staatsanwaltschaft: Die Northeimer Stadtverwaltung. Foto: Jelinek

Northeim. Der fragwürdige Rückbau und Neubau von Parkplätzen im Northeimer Wieterviertel hat für den Verantwortlichen womöglich strafrechtliche Folgen.

Am Mittwochmorgen hat die Staatsanwaltschaft Göttingen alle Akten zu der Baumaßnahme, die vor einigen Wochen in Northeim für viel Kopfschütteln gesorgt hatte, im Northeimer Rathaus beschlagnahmt.

Wie Andreas Buick, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf HNA-Anfrage bestätigte, ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Untreue eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft sei durch einen Artikel in der HNA auf den Sachverhalt aufmerksam geworden, bei dem es sich nach Bewertung der Staatsanwaltschaft um eine Straftat handele.

Anhand der beschlagnahmten Unterlagen soll laut Buick nun geklärt werden, welcher Mitarbeiter der Northeimer Stadtverwaltung letztendlich die Verantwortung dafür trägt, dass der Stadt mit der Baumaßnahme ein Schaden von 11 000 Euro zugefügt worden ist. Buick: „Und das ist keine Bagatelle.“

Dem Schuldigen drohe mindestens eine Geldstrafe. Allerdings reiche der Strafrahmen bei Untreue bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Buick geht davon aus, dass die Ermittlungen etwa vier bis sechs Wochen dauern werden. „Dann können wir Näheres zum Verfahren sagen.“

Dass die Staatsanwaltschaft in dieser Angelegenheit aktiv geworden ist, hatte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser bereits am Dienstagabend in der Sitzung des Northeimer Bauausschusses mitgeteilt.

Laut Buick hatte die Staatsanwaltschaft bereits vor zwei Wochen die Polizei damit beauftragt, die Northeimer Stadtverwaltung um die Herausgabe der entsprechenden Unterlagen zu bitten. Die habe sich allerdings geweigert, die Akten zur Verfügung zu stellen und auf auf eine richterliche Verfügung bestanden.

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