Gerüchte um Schließung kursierten

Nach Mord in Obdachlosenheim: Standort weiter an Mauerstraße

Die Northeimer Obdachlosenunterkunft an der Mauerstraße. Foto:  Jelinek

Northeim. Die Gerüchte, dass die Obdachlosenunterkunft in Northeim demnächst geschlossen wird, weist Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser als falsch zurück.

Die Zukunft der Northeimer Obdachlosenunterkunft an der Mauerstraße und ihrer Bewohner ist weiter ungewiss: Nach dem jüngsten Vorfall vor wenigen Wochen, als eine Bewohnerin der Unterkunft von einem Unbekannten ermordet worden war, brandeten neue Gerüchte rund um die Einrichtung auf.

Unter anderem hieß es aus dem Umfeld des Northeimer Rathauses, dass das Obdachlosenheim demnächst geschlossen werde und die Stadt bereits Wohnungen für die Bewohner angemietet habe. „Das stimmt nicht“, ließ Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser verlautbaren.Vielmehr würden derzeit Alternativstandorte und verschiedene Unterbringungsmodelle untersucht. Eine Regelung werde aber in den politischen Gremien zu treffen sein - wegen der Neubildung des Rates und der Ausschüsse nach der Kommunalwahl aber wohl erst im nächsten Jahr.

Ein massiver Kritikpunkt an dem Gebäude an der Mauerstraße ist der fehlende Brandschutz in Teilen des Hauses. Darum war einige Bereiche der Unterkunft gesperrt worden. Dazu Tannhäuser: „Die Räume mit den gravierendsten Brandschutzmängeln sind weiterhin nicht bewohnt. Außerdem hat der Eigentümer damit begonnen, Brandschutzmängel zu beseitigen.“

Durch die Teilsperrung der Unterkunft ist der Platz für Obdachlose natürlich beengt. Der Winter steht vor der Tür, dann könnte sich die Nachfrage von Obdachlosen nach einer Unterbringung erhöhen. Auch da sieht der Bürgemeister kein Problem: „Da einige Bewohner durch die Vermittlung von Wohnungen demnächst ausziehen, entspannt sich die Belegungssituation“, heißt es. Sollten die Räume im Haus an der Mauerstraße wider Erwarten nicht ausreichen, müsse die Stadt vorübergehend nach Alternativen, zum Beispiel Hotelzimmern, suchen.

In der Unterkunft gibt es derzeit 13 Wohnungen, von denen zehn bewohnbar sind.

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