Vater beschwerte sich über Polizisten

Polizei: Im Auto eingesperrtes Kind war kein Notfall

Symbolbild

Northeim. Der Vater eines zweijährigen Kindes, das sich im Auto der Eltern eingeschlossen hatte, beklagte sich über mangelnde Hilfsbereitschaft der Polizei.

Sind Polizeibeamte dazu verpflichtet, ein Auto aufzubrechen, wenn sich darin ein Kind eingeschlossen hat? Diese Frage beantwortet die Northeimer Polizei mit einem klaren Nein und bezieht sich damit auf die E-Mail eines aufgeregten Northeimers, der sich jetzt in der HNA-Redaktion über die Northeimer Polizei beschwert hat. In seinem Schreiben ist sogar von einer „Blamage“ die Rede.

Was war auf einem Parkplatz im Northeimer Industriegebiet passiert? Ein zweijähriges Kind saß allein in einem Auto, der Schlüssel steckte. Als die Eltern zurückkamen, war die Zentralverriegelung geschlossen, das Kind hatte sich eingesperrt. Also alarmierte man die Polizei.

Der Vater des Kindes ärgert sich in seiner E-Mail darüber, dass die Polizei erst 45 Minuten nach dem Anruf auf dem Parkplatz eingetroffen sei. Dazu sagt Polizeisprecher Uwe Falkenhain: „Zu dem Zeitpunkt waren zwei Streifenwagen in einen größeren Einsatz eingebunden. Als dieser dringende Einsatz abgearbeitet war, ist eine Beamtin zu dem eingeschlossenen Kind gefahren. Für das Kind bestand nach unseren Informationen auch keine unmittelbare Gefahr, wie zum Beispiel durch große Hitze oder Kälte im Auto.“

Mithilfe eines Plüschteddys habe die Polizistin zuerst versucht das Kind zu beruhigen und dazu zu bewegen, die Zentralverriegelung zu öffnen. Ohne Erfolg. Allerdings, so Falkenhain, sei das Kind irgendwann eingeschlafen.

Die Polizistin hatte den Eltern des Kindes dann angeboten, die Scheibe des Autos mit einem Nothammer einzuschlagen, was der Vater aber abgelehnt habe. Mit dem Hinweis, man solle besser den ADAC rufen, sei die Beamtin wieder gefahren. Falkenhain: „Seitens der Polizei wurde hier das Möglichste getan.“

Nach 90 Minuten, schreibt der Vater, habe man das Kind schließlich selbst befreit. Wie, das schildert er allerdings nicht. Auch auf die Nachfrage, warum sich das Kind allein im Auto befand, erhielt die HNA-Redaktion keine Antwort.

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