Fälle im Kreis Northeim

"Ich werde dein Blut austrinken": Kettenbriefe per WhatsApp machen Kindern Angst

Northeim. Todesdrohungen über den Messengerdienst WhatsApp kursieren derzeit vermehrt auf Schülerhandys im Landkreis Northeim.

In einer der Nachrichten heißt es zum Beispiel: ...“dann werde ich dich um 22.59 Uhr auf eine harte Art und Weise umbringen. Ich werde dein Blut austrinken, deine Knochen auffressen, deine Haare ausreißen, deine Kopfhaut auffressen usw...“

Laut Polizei Northeim werden diese und ähnliche Nachrichten per WhatsApp versandt mit dem Drohhinweis „Das ist kein Fake! Sondern eine Warnung. Wenn du jetzt nicht weiterliest, hat der Fluch schon begonnen....“ Weiter wird der Empfänger der Kettennachricht aufgefordert, diese Nachricht unverzüglich an 20 Freunde zu versenden, ansonsten wird er zum Opfer einer grausamen Tötung.

Laut Polizeisprecher Uwe Falkenhain werden Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren durch diese Textnachrichten verängstigt und eingeschüchtert, weil sie die erfundenen Schilderungen für eine wahre Botschaft halten.

Nach seinen Worten kursieren derartige Kettenbriefe auch als Audiodatei und werden in anderen Messengerdiensten verbreitet. In einem aktuellen Fall, so berichtet die Northeimer Polizei weiter, war eine zehnjährige Schülerin aus einer fünften Klasse betroffen, die diese Bedrohungsnachricht, aus Angst selbst Opfer zu werden, in ihre Klassengruppe gepostet hatte.

Die Schülerin hatte sich im Anschluss ihren Eltern und der Klassenlehrerin anvertraut, die daraufhin die örtliche Polizeidienststelle alarmierte. Falkenhain: „Ältere Schüler erkennen dagegen schnell, dass es sich um einen üblen Scherz handelt und ignorieren den Kettenbrief.“

Das rät die Polizei: 

Zum Umgang mit derartigen Nachrichten empfiehlt die Northeimer Polizei, dass Erwachsenemit Kindern Zuhause und in der Schule über dieses Phänomen sprechen sollen. Wichtig sei auch, solche Nachrichten sofort zu löschen. Falkenhain: „Das Kind sollte verstehen, dass das Nichtverbreiten der Nachricht keine negativen Konsequenzen hat.“ Das Versenden der Nachricht aus Spaß, Angst oder anderen Beweggründen verunsichere nur weitere Empfänger.

Laut Uwe Falkenhain gibt es weitere nützliche Hinweise und Tipps im Internet auf den Seiten des Landeskriminalamtes Niedersachsen.

www.polizei-praevention.de

Rubriklistenbild: © dpa

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