Trauer um Tamme Hanken: XXL-Ostfriese half auch Tieren im Landkreis Northeim

Feingefühl trotz tellergroßer Hände: Der als XXL-Ostfriese bekannte Tamme Hanken half auch den kleinsten Vierbeinern, wenn es in seiner Macht lag. Das Foto entstand im April 2012 auf dem Hof Töpperwien in Opperhausen. Foto:  Oschmann

Northeim. Der als Knochenbrecher bekannte Tamme Hanken, der am Montag starb, war oft auf dem Hof Töpperwien in Opperhausen zu Gast.

Die Nachricht vom Tod des Pferdeflüsterers Tamme Hanken hat am Montag eingeschlagen wie eine Bombe. Unendlich vielen Tieren hat der als XXL-Ostfriese durch seine nicht unumstrittenen Heilmethoden geholfen und dadurch deren Herrchen und Frauchen glücklich gemacht - auch bei uns im Landkreis Northeim.

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Tamme Hanken, stattliche 206 Zentimeter groß, hatte einen engen Kontakt zur Familie Töpperwien in Opperhausen, die dort einen Hof gepachtet hatte. Wenn er sich angekündigt hatte, war der Hof voll mit wartenden Menschen mit ihren Vierbeinern, die sich vom auch als „Knochenbrecher“ - diese Heilkunst hat ihm sein Großvater beigebracht - bekannten Hünen Hilfe versprachen und meist auch bekamen. An einem Tag in Opperhausen behandelte er 20 Hunde und zwölf Pferde.

Hanken war schnell mit seinen Diagnosen. Er brauchte einen Hund oder ein Pferd nur wenige Meter gehen oder laufen sehen, dann wusste er, was dem Tier fehlte. Mit ein paar Griffen mit seinen tellergroßen Händen ertastete und löste der gelernte Landwirt und Chiropraktiker selbst bei den kleinsten Hunden Verspannungen, Verrenkungen oder Fehlstellungen im Handumdrehen.

„Uns hat die Nachricht vom Tod Tamme Hankens total überrascht“, sagte Bianca Töpperwien gestern auf Anfrage der HNA. „Wir wussten zwar, dass er ein Leiden hat, aber nicht, dass es so schwerwiegend war.“ Bei den Töpperwiens herrscht natürlich tiefe Trauer über das Geschehene. Bianca und ihre Mutter Dorothea, die inzwischen auf einem Hof in Förste leben, hatten bereits versucht, Tammes Frau Carmen auf dem Hof im ostfriesischen Filsum telefonisch erreichen, waren aber nicht durchgekommen.

Auch nach dem Wegzug der Töpperwiens aus Opperhausen ist der Kontakt zum XXL-Ostfriesen nie abgebrochen, im Gegenteil. Durch ihren Kontakt kam der Fernsehstar, der bei seinen ungewöhnlichen Einsätzen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Übersee oft von Kamerateams begleitet wurde, öfter in unsere Region, so nach Förste, Osterode und Herzberg, um dort Tieren zu helfen.

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