Northeimer Unternehmen Thimm startet mit Paletten aus Wellpappe

Paletten aus Wellpappe: Nach Abschluss einer Partnerschaft mit Cole Pan in Nürnberg kann sie auch Thimm vertreiben. Foto: nh

Northeim. Die Thimm-Gruppe mit Sitz in Northeim und der Nürnberger Produzent und Vertreiber von Transport-Paletten aus Wellpappe, „Cone Pal“, haben mit Jahresbeginn 2016 eine strategische Partnerschaft geschlossen. Somit kann Thimm als Lizenznehmer ab sofort seinen Kunden exklusiv Paletten aus Wellpappe als Alternative zu den viel schwereren Ladungsträgern aus Holz oder Kunststoff anbieten.

Die Wellpappe-Palette zeichne sich durch eine hohe Tragfähigkeit von laut Erfinder bis zu zwei Tonnen (Ladenempfehlung: 500 Kilogramm) aus und sei über 80 Prozent leichter als zum Beispiel eine herkömmliche Holzpalette. So wiegt eine Standardpalette aus Wellpappe nur etwa drei Kilogramm. Eine neue Holzpalette durchschnittlich 24 Kilogramm.

Außerdem könnten die Ladungsträger aus Wellpappe, die von dem Nürnberger Hersteller als Patent angemeldet sind, so ineinander gesteckt werden, dass man beim Transport oder der Lagerung bis zu 60 Prozent Platz einspare.

Auch unter ökologischen Gesichtpunkten könne die Cone-Pal-Palette aus Pappe überzeugen, sagt Oliver Rokohl, Geschäftsführer der Firma Thimm-Verpackung. Schließlich werde sie zu 80 Prozent aus Altpapier hergestellt. Letztlich sei auch die Palette selbst recyclebar, wenn sie eines Tages nicht mehr brauchbar sein sollte.

Fertigung auch bei Thimm

Die Paletten werden auch von Thimm selbst gefertigt. Die Produktion sei am Standort Nordhausen der Sparte Thimm Packaging Systems sowie in einem Werk in Osteuropa bereits angelaufen. Weitere Produktionsstandorte könnten bei entsprechender Nachfrage noch hinzukommen, sagte Thimm-Sprecherin Meike Brönneke. Dabei sei nicht auszuschließen, dass dann auch Northeim dazugehören könnte. (goe)

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