Einstimmige Entscheidung

Ortsrat Hollenstedt ist für Erhalt des Brückengewölbes

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Abriss, nein danke: Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und Tiefbauamtsleiter Thomas Hunold möchten das alte Gewölbe der Hollenstedter Brücke abreißen. Nicht nur Ortsbürgermeister Werner Boldt, sondern der gesamte Ortsrat Hollenstedt ist dagegen.

Hollenstedt. Der Ortsrat Hollenstedt hat sich in seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, bei der Sanierung der Brücke über die Bölle im Zuge der Einbecker Straße das alte Brückengewölbe zu erhalten.

Einstimmig empfahl das Gremium, dem Vorschlag der Verwaltung nicht zu folgen.

Der sah vor, aus Kostengründen auf den Erhalt der alten Konstruktion zu verzichten. Bei den laufenden Bauarbeiten habe sich herausgestellt, dass die alten Brückenfundamente nicht den Erwartungen entsprochen haben, hieß es hierzu in der entsprechenden Verwaltungsvorlage (wir berichteten). Der Mehrkosten wurden mit 73 500 Euro beziffert, sodass die Gesamtkosten bei 388 500 Euro liegen würden.

„Ich freue mich, dass sich der Ortsrat einstimmig für den Erhalt des alten Gewölbes ausgesprochen hat“, sagt Ortsbrügermeister Werner Boldt. „Aber ich wundere mich darüber, dass weder der Tiefbauamtsleiter noch der Bürgermeister an der Ortsratssitzung teilgenommen haben.“

Bezüglich des falsch verlegten Fußgängerweges an der Victoria-Luise-Straße (wir berichteten) weist Boldt gegen ihn gerichtete Vorwürfe zurück, er selbst hätte es versäumt, auf die fehlerhafte Ausführung hinzuweisen. „Ich selbst habe bei der Stadt angerufen, als ich bemerkt habe, dass da was falsch lief“, sagt er. Es habe aber zwei Wochen gedauert, bis die Stadtverwaltung reagiert habe, und da sei der Weg schon fast fertig gewesen.

„Die Kosten für den Rückbau und die Neuverlegung muss die ausführende Baufirma tragen“, betonte Boldt, der in der Ortsratssitzung einräumte, beim Bau der Rampe am Dorfgemeinschaftshaus als verantwortlicher Architekt auch einen Fehler gemacht zu haben. Die sei leider acht Zentimeter zu schmal geworden, und dafür habe er natürlich auch die Verantwortung übernommen. Der entstandene Schaden sei bereits von seiner Versicherung an die Stadt Northeim bezahlt worden.

Ein weiteres Thema der Ortsratssitzung war die Ortsjugendpflege. „Hier haben wir beschlossen, die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Ortsteiljugendpfleger zu beenden“, berichtet Bold. Hintergrund seien Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und dem Amtsinhaber über die Jugendarbeit im Ort gewesen.

Darüber hinaus beschloss der Ortsrat, einen Teil des Orts-Etats für die Reparaturarbeiten an der Schutzhütte „Zum Brockenblick“ zu verwenden.

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