Vier Gebiete sollen geprüft werden

Ortsrat will neues Bauland in Fredelsloh

Fredelsloh aus der Vogelperspektive. Vorn links könnte ein Neubaugebiet entstehen, meint der Ortsrat. Foto: Gödecke

Fredelsloh. Der Ortsrat Fredelsloh möchte neues Bauland für seine Bürger und mögliche Neubürger schaffen. Dafür sollen vier Gebiete überprüft werden, entschied der Ortsrat in seiner von 20 Zuhörern besuchten Sitzung im Feuerwehrhaus.

„Wir haben im Baugebiet Nordfeld nur noch zwei freie Plätze und Baulücken im Privatbesitz stehen nicht zur Verfügung“, begründete Ortsbürgermeister Stefan Josef (SPD) den Vorstoß. Davon gibt es rund zehn.

An erster Stelle der Wunschliste steht das Gebiet Hinter der alten Schmiede, grob gesagt zwischen Feldstraße und der Landesstraße nach Lauenberg. Dort stünde ein Areal von 60 000 Quadratmeter für 70 Bauplätze zur Verfügung, das nach und nach über einen Erschließungsträger entwickelt werden könnte, sagte Moringens Bürgermeisterin Heike Müller-Otte.

Außerdem kommen die Gebiete Am Schafanger hinter der Firma Feise mit 24 500 Quadratmeter, am Runden Weg mit 35 000 Quadratmeter und an der Schönen Aussicht mit 13 000 Quadratmeter in Frage. In dieser Reihenfolge sollen die Gebiete untersucht werden.

Dafür soll das Bebauungsplangebiet Sollingstraße aufgegeben werden, dass bereits seit 1997 in den Schubladen liegt. Nach den Worten von Volker Feige (SPD) wären dort erhebliche Probleme mit der Abwasserabführung zu befürchten mit kostenträchtigen Rückwirkungen auf das gesamte Abwassersystem im Ort.

Im nächsten Verfahrensschritt müsste der Flächennutzungsplan überarbeitet werden, um nach einer Entscheidung über den Standort des neuen Bebauungsgebiets einen Bebauungsplan aufstellen zu können.

Zwei Alternativen

Noch keine Entscheidung traf der Ausschuss über den Standort eines Wohnmobilstellplatzes. In Frage kommen dafür Plätze vor dem Schützenzelt und am Sportplatz. Zunächst sollen die Kosten geschätzt werden. Die Vorschläge reichten von Minimallösungen mit Schotterbefestigung bis zu Komfortausstattungen mit Strom- und Wasseranschluss.

Vorteil des Sportplatzes: Die Stadt hat die in Frage kommenden Fläche bereits von der Klosterkammer gepachtet. Vorteil des Platzes am Schützenzelt: Er liegt schöner, gehört aber der Realgemeinde. Nachteil: Im Falle der Anlage eines Komfortplatzes sind erhebliche längere Wege für die Schaffung von Anschlüssen zu überbrücken, ganz zu schweigen von geschätzten Kosten in einer Größenordnung von 30 000 Euro, die von der chronisch klammen Stadt Moringen als freiwillige Leistung kaum zu stemmen wäre.

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