Rettung des Kulturerbes

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Schmuckstück am Entenmarkt: Stephanie von Lingen (von rechts), Nina Schachtschneider und Jan von Lingen freuen sich über die vollendete Sanierung der Superintendentur.

Northeim. Passend zum Dienstbeginn des neuen Superintendenten-Paares Jan und Stephanie von Lingen wurde die Sanierung der Superintendentur in Northeim fertig gestellt.

Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Leine-Solling investierte 400 000 Euro zum Erhalt des historischen Fachwerkhauses am Northeimer Entenmarkt, das nicht nur das Büro, sondern auch die Dienstwohnung des Superintendenten-Paares beheimatet.

„Die Sanierung wurde notwendig, um das Haus zu retten“, sagte Nina Schachtschneider, Architektin des Kirchenkreises Leine-Solling. Durch verfaulte Schwellen drohte das 1779 gebaute Gebäude fast einzustürzen. Die Außenwände haben sich deshalb bereits um zehn Zentimeter zur Seite geneigt. Die Holzbalken lagen direkt auf der Grundmauer und wurden bei jedem Regen getränkt. Schwamm bildete sich aus und Ungeziefer nistete sich ein. Aufwändig wurden die untersten Balken des Fachwerks herausgeholt, durch neue ersetzt und untermauert. Anschließend wurden alle vier Außenwände mit einer zehn Zentimeter dicken Einblasdämmung versehen. Auch das Dach wurde mit einer etwa 30 Zentimeter dicken Schicht aus dem gleichen recyceltem Zeitungspapier gedämmt. Alle Fenster, die meist einflüglig waren, wurden durch mehrflüglige Holzfenster mit hohem Dämmwert ersetzt.

Schließlich wurde das Gebäude neu gestrichen, wobei mineralische Farben und Leinölfarben verwendet wurden. Hierbei wurden Farben gewählt, die ursprünglich aufgetragen waren. So sind beispielsweise die Fensterumrahmungen jetzt grün statt rosa.

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Die neuen Mieter der Wohnung, das Superintendenten-Paar Stephanie und Jan von Lingen, sind zufrieden. „Das sind Räume mit Charme und wir fühlen uns wohl“, sagte Jan von Lingen der HNA.

„Die ausführenden Bauunternehmen haben sehr gute Arbeit geleistet“, lobte die Kirchenkreis-Architektin Nina Schachtschneider, die die Planung und Bauüberwachung hatte. Unterstützt wurde sie durch Ralf Gröninger, der die Tragwerksplanung übernahm. Es waren überwiegend Unternehmen aus der Region im Einsatz, mit denen die Diplomingenieurin schon öfters zusammengearbeitet hat. So übernahm Mönnig-Bau (Elvershausen) die Maurer- und Putz- sowie die Dämmarbeiten und den Innenausbau, die Firma Henkel Bedachungen (Moringen) Dachdecker- und Klempnerarbeiten, Tischlerei Hellmiß (Stöckheim) die Tischlerarbeiten und Fensterproduktion, die Firma Herre-Bau (Northeim) die Instandsetzung der Natursteintreppe, die Firma Medecke (Northeim) die Heizungs- und Sanitärarbeiten, die Firma Feise die Zimmerarbeiten und das Unternehmen Götz Girmann Elektromeister (Northeim) die Elektroinstallationsarbeiten.

Außerdem waren folgende Unternehmen beteiligt: Malerfachbetrieb Lohse, Menke Gerüstbau, Dieter Hoke, „Hi Wo Putz und Ausbau“, Krech-Zäune und Gebäudereinigung Matthias Bettels. (zsv)

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