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Ausstellung: Schlacht am Harzhorn wird wieder lebendig

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Die niedersächsische Kultusministerin Johanna Wanka (rechts, CDU) und Heike Pöppelmann, Direktorin des Braunschweiger Landesmuseums, kleben ein Plakat bei der Vorstellung des Konzeptes der Landesausstellung "Roms vergessener Feldzug" vor dem Landesmuseum am 01.10.2012 in Braunschweig. © dpa

Northeim. Die niedersächsische Landesausstellung „Roms vergessener Feldzug“ erzählt vom 1. September 2013 an erstmals die komplette Geschichte der Schlacht zwischen Römern und Germanen am Harzhorn zwischen Kalefeld und Bad Gandersheim.

Das kündigte am Montag Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka im Braunschweigischen Landesmuseum an, in der die Ausstellung bis zum 19. Januar 2014 zu sehen sein wird.

Das Landesmuseum erarbeitet dazu unter anderem mit dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt ein 3-D-Modell des Geländes, mit dem das Schlachtgeschehen zum Leben erweckt werden soll. „Man wird anhand des Modells sehen, dass sich zwei hochgerüstete Armeen gegenüberstanden. Die Germanen waren nicht weniger professionell unterwegs als die Römer. Mit dem Vorurteil des planlos Keulen schwingenden Germanen möchten wir ein für allemal aufräumen“, betont Museumsdirektorin Dr. Heike Pöppelmann.

Hochkarätige Leihgaben

In der 1,8 Millionen Euro teuren Ausstellung werden zahlreiche Exponate der 2500 Fundstücke erstmals öffentlich zu sehen sein. Ergänzt werden soll sie durch eine Reihe hochkarätiger Leihgaben aus acht Ländern Europas. So soll die zeitgenössische Büste des Maximus Thrax (235-239 nach Christus) aus den Kapitolinischen Museen in Rom nach Braunschweig kommen. Der erste Soldatenkaiser gilt als Urheber des Kampfgeschehens am Harzhorn.

Flankiert wird die Ausstellung von zwei weiteren Präsentationen: Das Staatliche Naturhistorische Museum widmet sich unter der Überschrift „Wildes Germanien“ dem Naturraum und der Tierwelt Norddeutschlands während des 2. bis 4. Jahrhunderts nach Christus und das Herzog Anton Ulrich-Museum lädt in die Kemenate der Burg Dankwarderode ein. Die Schau „Römer und Germanen beim Schachspielen“ gibt Einblicke in die Kunst des kaiserlichen Italiens in der frühen Neuzeit. (hpx)

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