Schriftsteller Roland Lange lässt bayerischen Angeber den Harzer Knüppel spüren

Das sind Harzer Knüppel: Roland Lange (links) und Karl-Heinz Koithahn präsentiert einige der Mettwürste, die diesen geschützten Namen tragen. Und natürlich das neue Buch, bei dem Lange als Herausgeber auftritt. Foto:  Oschmann

Katlenburg. Neuerscheinung auf dem Büchermarkt: Roland Lange bringt Weihnachtskrimis mit zwölf verschiedenen Schriftstellern auf dem Markt.

Die Harzer Schriftsteller kennen sich, haben etwas gemeinsam: Ganz viele reizende Geschichten zur Weihnachtszeit, die in einem neuen Buch zusammengefasst sind. Doch schon das Titelbild mit dem schwer schleppenden Weihnachtsmann, der ein blutiges Messer in der Hand hält, verrät, dass es sich hier nicht um Gute-Nacht-Geschichten für Kinder handelt.

Einer der Schriftsteller ist der Katlenburger Roland Lange, der vor allem für seine Harzkrimis mit Mord und Totschlag bekannt ist. Und genau darum geht es in diesem neuen Buch mit dem vielversprechenden Titel „Glühwein, Schnee und Harzer Knüppel“.

Roland Lange, der mit diesem Buch ein Plädoyer für den Harz und dessen Identität hält, wurde vom Prolibris-Verlag angesprochen, Autoren für „kriminelle Weihnachtsgeschichten aus dem Harz“ zu finden. Das war für ihn kein Problem, schließlich kennt er sich in der Szene bestens aus.

Als Herausgeber ist er Bindeglied zwischen Verlag und Autoren, knüpfte Kontakte zu seinen Kollegen aus dem gesamten Harzraum (darunter auch der Northeimer Albrecht Gralle). Es sollten Krimis mit frei erfundener Handlung sein, die an wiedererkennbaren Plätzen überall im Mittelgebirge verteilten Orten spielen. Kein Problem für die Damen und Herren der schreibenden Zunft. Natürlich hat der 62-jährige Katlenburger selbst zur Feder gegriffen und zwei Beiträge beigesteuert.

Der eine bezieht sich auf den dritten Teil des Buchtitels mit den Harzer Knüppeln. Wie immer verrät Lange nicht gerne viel, aber doch immerhin, dass die Handlung in seiner alten Heimat rund um Osterode spielt und dass einige Harzer darin ganz und gar nicht gut auf einen mächtigen Aufschneider und Weiberheld zu sprechen sind, der aus Bayern kommt. Ja, dieser Bajuware bekommt halt die Harzer Knüppel zu spüren, die ihm gar nicht gut bekommen.

Geschützte Mettwurst

Als Harzer Knüppel wird zum Beispiel eine Mettwurst bezeichnet, dessen Namen sich das auch in Northeim vertretene Unternehmen Koithahns Landwurst-Spezialitäten hat schützen lassen. Deshalb musste Lange nachfragen, ob er eben diese Harzer Knüppel in seinem Buch verwenden darf. Chef Karl-Heinz Koithahn gab grünes Licht.

Wer nun die Mutmaßung anstellt, dass sich der ungeliebte Bayer an einer solchen Mettwurst lediglich mächtig verschluckt haben könnte, der hat die Rechnung ohne den Katlenburger Schriftsteller gemacht. Der ist für seine unvorhersehbaren Drehungen und Wendungen in seinen Krimis bekannt.

Nein, so einfach geht die Rechnung nicht auf. „Es gibt auch noch andere Harzer Knüppel“, bemerkt Lange mit einem vielsagenden Schmunzeln. Klar ist aber, dass ein solcher dem Bayern mehr als schlecht bekommen ist.

Wer jetzt noch erfährt, dass Langes in allen seinen Krimis vertretener Kommissar Ingo Behrends in seinem Kurzkrimi auftritt, darf sich Gedanken machen, ob jener Bayer noch unter den Lebenden weilt.

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