Sechs Dörfer wollen ins Dorfentwicklungsprogramm

Unterschrift mit drei Ortsbürgermeistern: Das Foto zeigt oben von links Werner Thiele (Wolbrechtshausen), Dietmar Günther (Parensen) und Lothar Becker (Gladebeck) und unten die Verwaltungschefs Michael Kaiser und Susanne Glombitza. Foto:  Oschmann

Wolbrechtshausen. Gemeinsam ein Ziel zu verfolgen ist eine Sache, dafür einen gemeinsamen Namen zu finden eine andere.

Beides ist den Dörfern Lütgenrode, Parensen und Wolbrechtshausen aus der Gemeinde Nörten-Hardenberg sowie Hevensen, Lutterhausen und Gladebeck von der Stadt Hardegsen gelungen. Als „Leineweber-Sechseck“ wollen sie gemeinsam als Dorfregion in die Dorfentwicklung, um dort Fördermittel für diverse Projekte in den Orten zu bekommen.

In früheren Jahren war es relativ leicht, als einzelner Ort in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden. Das ist Vergangenheit. „Jetzt sind Zusammenschlüsse von mindestens zwei Dörfern erforderlich, um eine Chance zu haben“, erläuterte Franz Brinker vom Amt für regionale Landesentwicklung am Montag im Dorfgemeinschaftshaus Wolbrechts-hausen/Hevensen.

Gemeinsame Tradition

Dort haben die beiden Verwaltungschefs von Hardegsen und Nörten-Hardenberg, Michael Kaiser und Susanne Glombitza, nach neunmonatiger Vorbereitungszeit mit vielen Sitzungen vier Tage vor Annahmeschluss den Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm für alle sechs Dörfer unterzeichnet.

Mit einer Entscheidung, ob das Leineweber-Sechseck - der Name wurde gewählt, weil diese Handwerkstradition in allen Orten zu Hause war - künftig aus den Fördertöpfen der EU profitieren kann, wird erst für Ende des Jahres erwartet.

Das Dorfgemeinschaftshaus Wolbrechtshausen/Hevensen wurde bewusst für dieses Treffen ausgewählt, war es laut Kaiser doch ein Vorreiter für eine interkommunale Zusammenarbeit.

Gemeinsame Schule

1952 bauten Hevensen und Wolbrechtshausen dort eine gemeinsame Schule, als beide Orte noch mehrere hundert Meter auseinander lagen. „Heute sind wir zusammengewachsen und machen trotz der politischen Trennlinie vieles gemeinsam“, ergänzte Wolbrechtshausens Ortsbürgermeister Werner Thiele die aktuelle Situation.

Ziel der sechs Leineweber-Dörfer mit zusammen 3610 Einwohnern ist es, für Einwohner und Neubürger attraktiv zu bleiben, gegen den demografischen Wandel zu arbeiten, Altes zu bewahren und neues in Angriff zu nehmen. Auch soziale Aspekte und der Klimaschutz spielen dabei eine Rolle. (ajo)

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