Stöckheimer Gotteshaus wird winterfest

Sanierung des Kircheninstruments: Orgelbaumeister Martin Hillebrandt (ganz links) erläutert die einzelnen Arbeitsschritte. Foto:  Niesen

Stöckheim. Die evangelisch-lutherische St. Martin Kirche in Stöckheim wird mit dem Einbau einer so genannten Winterkirche zukunftsfest gemacht. Außerdem wird die unter Denkmalschutz stehende Carl-Giesecke-Orgel aus dem Jahr 1860 grundlegend erneuert. Das gab die Kirchengemeinde Stöckheim, zu der auch die beiden Kapellengemeinden Hollenstedt und Drüber gehören, bekannt. Im ersten Schritt ist jetzt mit dem teilweisen Orgelausbau begonnen worden.

Pastorin Annegret Kröger erläuterte, dass für den Einbau der Winterkirche rund 500 000 Euro aufgewendet werden. Die Orgelsanierung ist mit etwa 65 000 Euro veranschlagt. Nach dem bisherigen Stand der Planungen soll die Kirche mit der Konfirmation zwei Wochen nach Ostern 2017 wieder feierlich in Betrieb genommen werden.

Möglich wird der Einbau der Winterkirche, die gleichzeitig als Ersatz für das inzwischen verkaufte Gemeindehaus dient, und die Orgelsanierung durch Zuschüsse unter anderem der Landeskirche Hannover, des Kirchenkreises Leine-Solling, Eigenmittel und durch Spenden von Unterstützern. Zu ihnen zählen die Volksbank in Einbeck und die VR-Stiftungen der Volksbanken Raiffeisenbanken. Beide steuern einen Betrag von zusammen 5000 Euro bei.

Glaswände in der Kirche

Baubeauftragter der Kirchengemeinde ist Wilhelm Ippensen. Er und der Kirchenvorstand haben sich im Vorfeld sieben Kirchen angesehen, die den Einbau einer Winterkirche bereits vollzogen haben. Beispiele dafür finden sich in Moringen und Hammenstedt. Dabei wird ein Teil der Kirche durch Glaswände abgetrennt, der ganz anders beheizt und genutzt werden kann als die übrige Kirche. Außerdem ist der Einbau eines Büros und einer Küche vorgesehen. Die Gemeinde hofft, dass sich das auch positiv auf die historische Orgel auswirkt. Sie muss vom Schimmelpilzbefall gereinigt werden, der unter anderem durch das Heizen im Winter und die großen Temperaturunterschiede zwischen der vom Dach angesaugten Luft und der Temperatur in der Orgel entstehen.

In der Orgel müssen die rissigen Windläden saniert, das „Sammelsurium“ an Pfeifen erneuert und geordnet sowie das Instrument selbst auf die ursprüngliche romantische Disposition zurückgeführt werden. Die 155-Jahre alte Holzlabialpfeifen-Orgel, von denen nur noch vier Stück erhalten sind, steht unter Denkmalschutz. (zhp)

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