Die in Sudershausen verschwundenen Schafe sind tot

Traurig über den Verlust: Dominik Hagedorn mit zwei der ihm verbliebenen Schafe. Foto:  Lawrenz/nh

Sudershausen. Die beiden verschwundenen Schafe aus Sudershausen sind tot. Eine Frau aus dem Dorf habe die Reste der Tiere entdeckt, erzählt Besitzer Dominik Hagedorn.

Beim Hundespaziergang am Mittwochabend sei die Sudershäuserin im Wald auf die Decken der Tiere - das ist das abgezogene Fell - gestoßen. An Fell und Köpfen konnte Hagedorn sie erkennen. Allem Anschein nach sind die beiden Tiere mit einem Kehlschnitt getötet worden. Eine Klaue hing noch an einem Ast. Mit einem Kleidungsstück war sie festgebunden worden. In der Nacht zum Sonntag waren die Schafe - offenbar nach einer wilden Jagd - von der Weide gestohlen worden.

Mit seiner Lebensgefährtin Leonie Melching ist Hagedorn „am Boden zerstört“. Schon im Mai war bei ihnen ein Lämmchen verschwunden. Dieser Verlust war umso härter, weil es sich bei dem Tier um ein liebevoll großgezogenes Flaschenkind handelte. Denn es war ein Zwillings-Lamm, das die Mutter nicht angenommen hatte. Im Alter von fünf Wochen habe es wohl kaum genug Fleisch für einen Lammbraten gegeben, sagten damals die „Ersatzeltern“ etwas ratlos. Bis heute ist das „Baby“ nicht gefunden worden. Es gibt keinen Hinweis, was mit ihm passierte.

Nun fehlen auch das andere Zwillings-Lamm und eine kleine Zwergschaf-Mutter, die die Diebe vielleicht für ein Lamm gehalten haben, argwöhnen Hagedorn und Melching. Dank der Finderin wissen sie um ihr trauriges Ende.

So sollen die anderen Schafe nicht enden. Deshalb haben Hagedorn und Melching beide Vorfälle bei der Polizei gemeldet und kümmern sich um besseren Schaf-Schutz. Auf keinen Fall wollen sie tatenlos darauf warten, wann die Diebe wiederkommen. (zul)

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