In Üssinghausen treibt möglicherweise ein Hundehasser sein Unwesen

Trauer um vergifteten Jack - Hundehasser unterwegs?

Wurde womöglich absichtlich vergiftet: Border-Collie-Schäferhund-Mischling Jack. Foto: privat/nh

Üssinghausen. In der Hardegser Ortschaft Üssinghausen treibt möglicherweise ein unbekannter Hundehasser sein Unwesen. Das ist aus Sicht von Andrea Marten zumindest die einzig plausible Erklärung dafür, dass ihr fünfjähriger Border-Collie-Schäferhund-Mischling Jack am vergangenen Wochenende an einer Vergiftung gestorben ist.

„Wir haben zuerst gedacht, dass er krank ist, aber nachdem sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert hat, sind wir mit ihm in die Tierklinik nach Northeim gefahren“, sagt Marten. „Und dort hat die Untersuchung dann ergeben, dass er eindeutig vergiftet wurde. Es wurde noch versucht, mit einer Bluttransfusion sein Leben zu retten, aber leider vergeblich.“

Die Üssinghäuserin kann sich nicht erklären, wie ihr Hund an das Gift gelangt sein könnte. „Er ist nie unbeaufsichtigt herumgelaufen. Ich kann mir das nur so erklären, dass ihm jemand das Gift gegeben haben muss.“

Das, so habe ihr die Tierärztin erklärt, könne durchaus über einen längeren Zeitraum in kleinen Dosen oder auf einmal verabreicht worden sein. Andrea Marten hat inzwischen Anzeige gegen Unbekannt erstattet, doch konkrete Hinweise auf einen möglichen Täter gibt es zurzeit nicht.

„Wir können derzeit auch ausschließen, dass der Hund vielleicht einen Köder gefressen hat, der für eine offizielle Rattenbekämpfung ausgelegt worden ist“, sagt Diethelm Kirchhoff von der Polizei in Hardegsen. Auch seien ähnliche Fälle im Raum Hardegsen derzeit nicht bekannt. Insofern könne man nur an alle Hundehalter appellieren, die Augen offen zu halten und sich bei verdächtigen Beobachtungen unter Telefon 05505/2323 an die Polizei in Hardegsen zu wenden.

Familie Marten bleibt hingegen nur die Trauer um Jack, der inzwischen im Garten beigesetzt wurde. Nur noch Fotos und sein Spielzeug, mit dem das Grab geschmückt wurde, erinnern jetzt an den ehemaligen vierbeinigen Hausgenossen.

Von Niko Mönkemeyer

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