Gentechnik: KWS-Saat verzichtet auf Freilandversuche in Deutschland

Einbeck. Da die Nachfrage nach genveränderten Saaten seitens der heimischen Landwirtschaft ausbleibt, verzichtet die KWS-Saat AG mit Sitz in Einbeck bis auf Weiteres auf Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland.

Das teilte die Geschäftsführung am Montag in der Regional-Pressekonferenz zur Halbjahresgeschäftsentwicklung mit.

Laut Finanzvorstand Dr. Hagen Duenbostel würden Freilandversuche nur noch in den Ländern ausgeführt, in denen ein freundlicheres Klima in Sachen grüne Gentechnik bestehe, vorrangig in den USA. Einzige Ausnahme bilde ein Demonstrationsgarten in Üplingen/Sachsen Anhalt. Für diesen benötige man auch die auf sieben Jahre beantragte Genehmigung für Freilandversuche.

Trotzdem setze KWS weiter auf den Standort Einbeck als Zentrum für Forschung und Entwicklung. Sichtbares Zeichen dafür sei die Aufstockung des Biotechnikums auf dem Firmengelände. Für zwei Millionen Euro entstehen bis Juni dieses Jahres auf 650 Quadratmetern neue Forschungslabore, in denen 26 zusätzliche Mitarbeiter beschäftigt würden.

Der Mitarbeiterstamm in Einbeck, der seit 2003 um fast 600 gewachsen ist, hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals erhöht und beträgt 1100 Beschäftigte. Deutschlandweit gab es einen Zuwachs von 100, der größte Teil davon in Einbeck. Weltweit wuchs der Mitarbeiterstamm um 320 auf 3885 Beschäftigte.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 wuchs KWS in allen Segmenten. Der Umsatz stieg um 27 Prozent auf 191,5 Millionen Euro. Das über den Erwartungen liegende Getreide- und Maisgeschäft in den ersten sechs Monaten verbessert laut Duenbostel die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamt-Geschäftsjahr. Der Umsatz werde mit 940 Millionen Euro voraussichtlich um 30 Millionen höher ausfallen, als geplant. Im Vorjahr betrug er 855 Millionen Euro. KWS rechnet mit einem Gewinn vor Steuern von 110 Millionen Euro (Vorjahr: 117 Mio.) (goe)

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