Kommunalwahl in Niedersachsen: So funktioniert kumulieren und panaschieren

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Northeim/Göttingen. Am Sonntag, 11. September, stehen in Niedersachsen die Kommunalwahlen an. Was beim Wählen wichtig ist.

Was wird eigentlich gewählt?

Für die Landkreise Göttingen und Northeim wird jeweils ein neuer Kreistag gewählt. Außerdem werden in den Städten, Samtgemeinden und Gemeinden jeweils eigene Räte bestimmt. Hinzu kommen die Ortsräte, die allerdings nicht in allen Orten in Niedersachsen gewählt werden. Im Landkreis Göttingen wird darüber hinaus noch ein Landrat gewählt und in Nörten-Hardenberg gibt es eine Bürgermeisterwahl.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind Deutsche und Staatsangehörige von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Voraussetzung ist, dass man mindestens 16 Jahre alt ist und drei Monate in dem Gebiet der Landkreise Göttingen und Northeim gemeldet ist.

Wie sieht ein Stimmzettel aus?

Auf den Stimmzetteln stehen jeweils Vorschläge von Parteien, Wählergruppen und Einzelpersonen. Man kann entweder einen Wahlvorschlag als Gesamtliste oder einzelne Personen wählen. Bei der Landrats- bzw. Bürgermeisterwahl sind die Kandidaten aufgelistet.

Wie viele Stimmen habe ich?

Bei der Kreistagswahl sowie den Wahlen von Räten für Städte, Samtgemeinden, Gemeinden und Orte hat man drei Stimmen. Diese können kumuliert oder panaschiert werden. Bei der Landratswahl sowie der Bürgermeisterkandidat kann eine Stimme an einen Kandidaten vergeben werden.

Was ist kumulieren?

Kumulieren bedeutet Anhäufen. Sie können damit ihren Favoriten, den Sie unbedingt in den Kreistag, Stadtrat, Samtgemeinderat, Gemeinderat oder Ortsrat schicken möchten, mehr als eine Stimme geben. Bis zu drei Stimmen pro Kandidat sind möglich. Ebenso können auch drei Kreuze bei der gesamten Liste einer Partei oder Wählergruppe gemacht werden.

Was ist panaschieren?

Panaschieren bedeutet mischen. Konkret bedeutet das, dass die drei zur Verfügung stehenden Stimmen auf unterschiedliche Kandidaten oder mehrere Gesamtlisten verteilt werden können.

Wann und wo kann gewählt werden?

Wahlberechtigte können ihre Stimmzettel zwischen 8 und 18 Uhr abgeben. Wo sich das Wahlbüro befindet, steht auf der Wahlbenachrichtigung.

Wer zieht dann am Ende in die jeweiligen Gremien?

Ausgezählt wird bei den Kreistags-, Stadtrats-, Samtgemeinderats, Gemeinderats- und Ortsratswahlen nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das bedeutet, die Sitze im jeweiligen Gremium werden entsprechend des Verhältnisses der bekommenen Wählerstimmen vergeben. Im Unterschied zur Landtagswahl werden auch Wahlvorschläge berücksichtigt, die weniger als fünf Prozent der Stimmen erhalten.

Bei der Landratswahl im Kreis Göttingen muss einer der Kandidaten eine absolute Mehrheit erhalten. Gibt es kein eindeutiges Ergebnis, ziehen die beiden Bewerber mit der höchsten Stimmzahl in die Stichwahl. Der Termin dafür ist Sonntag, 25. September.

Hier gibt es alles zum Thema Kommunalwahl

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