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Northeim: Ausschreitungen erst nach Demo gegen NPD

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Northeim. Nachdem die weitestgehend friedlich verlaufene Demonstration des Northeimer Bündnisses gegen Rechts gegen die Wahlkampfveranstaltung der NPD Niedersachsen auf dem Northeimer Münsterplatz beendet war, kippte die Stimmung um.

Als Anhänger der rechten Szene mit ihren Fahrzeugen die Stadt verlassen wollten, wurden ihre Fahrzeuge von Mitgliedern der linken Szene gestürmt und mit Eiern beworfen.

Polizeibeamte mussten die Fahrzeuge und ihre Insassen

Aktualisiert um 19.45 Uhr

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schützen und wurden dabei ebenfalls angegriffen. Ein Polizeibeamter erlitt Verletzungen. Gegen einige Antifa-Anhänger wurden darum Strafanzeigen wegen Widerstands und wegen Körperverletzung gefertigt, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend.

Bei einem weiteren Vorfall in der Arentsschildstraße hatten Unbekannte an einem geparkten Auto sämtliche Fensterscheiben zerstört. Da das Fahrzeug einem NPD-Mitglied gehört, geht die Polizei davon aus, dass auch hier Demonstranten am Werk waren.

Wenig später kam es noch zu einer Schlägerei in der Bahnhofstraße: Allerdings waren dort nach Polizeiangaben Anhänger des linken Spektrums aneinander geraten und mit Latten und Knüppeln aufeinander los gegangen. Beteiligt waren insgesamt neun Personen, von denen aber niemand ernsthaft verletzt wurde, so der Polizeisprecher. Hier wurden seitens der Beamten Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt.

Gegen 19 Uhr war dann wieder Ruhe in Northeim eingekehrt. Zuvor hatten etwa 200 Demonstranten gegen die NPD-Wahlkundgebung von etwa 35 Anhängern der rechten Szene mit Trillerpfeifen und Parolen wie „Haut ab!“ protestiert. Hier hatten etwa 150 Polizeibeamte Ausschreitungen verhindert, so dass von einer „friedlichen“ Veranstaltung die Rede war. (kat)

Eine neue Version des Videos von der Kundgebung sehen Sie am Donnerstagvormittag.

Fotos zur NPD-Wahlkundgebung

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