Wasserschlacht beim Willershäuser Barrikadensturm

+
Abkühlung für die Barrikadenstürmer: Wasser kam bei vielen Hindernissen, die die Willershäuser für das alle fünf Jahre stattfindende Spektakel vorbereite hatten, zum Einsatz.

Willershausen. Mit Unmengen Wasser und zupackenden Händen überwanden die Willershäuser Schützen und ihre Unterstützer Vereinen bei ihrem großen Umzug die fantasievollen Barrikaden von Anwohnern und Vereinen.

Das ganze Dorf und viele Gästen von außerhalb verfolgten mit Begeisterung das feuchte Spektakel des alle fünf Jahre stattfindenden Festes.

Als Barrikadenstürmer hatten die Schützen aktive Feuerwehrleute und den eigenen Nachwuchs mit Jugendleiter Walter Breuker an der Spitze gewonnen. Und die zeigten vollen Einsatz.

Erste Hürde war ein Vulkan. Er wurde vom Teufel und seinen flammenden Göttinnen mit einer glühend heißen Tanzformation verteidigt - doch sie hatten keine Chance, die Übermacht war zu groß. Sie mussten den Weg räumen.

Karneval in Venedig mit Edeldame und Edelmann, mit Dreispitz, Schnabelmaske und Gondolieri - die Steuermänner der eleganten Boote - warteten an der nächsten Station. Der zweite Vorsitzende der Schützen, Matthias Heiligenstadt, verhandelte vergeblich. Stattdessen gab es eine Kanonade mit Wasserbomben, die die Schützen und Feuerwehr mit voller Ladung aus dem Strahlrohr und Wassereimern niederkämpften.

Ihren Unmut über das „Sorgenkind“ Auetalhalle machte der Sportverein an der dritten Station Luft. Hinter den Mauern, die Schützennachwuchs und Feuerwehr einreißen mussten, wartete die nächste Überraschung: Eine Sitzblockade, die erst mit ganz viel Wasser aufgelöst werden konnte.

Anschließend waren Kraft und die richtige Hiebtechnik gefordert, als Carsten Dörger an der schwierigsten Barrikade Matthias Heiligenstadt herausforderte: er sollte einen manndicken Buchenstamm längs mit der Axt spalten. Trotz Schützenjoppe ließ er sich das nicht zweimal sagen und zerteilte mit einigen kraftvollen Schlägen den Stamm. Weit schwieriger war es anschließend, einen weiteren dicken Stamm mit einer stumpfen Zwei-Mann-Säge zu bearbeiten, bevor weitere Stämme und Zweige abgeräumt werden mussten.

Doch damit gab sich das Team Holzkamp/Blumenschein noch nicht geschlagen. Ein Hagel Wasserbomben und reichlich Schauer aus zwei Strahlrohren mussten verdaut werden. Aber auch diese Verteidigungslinie wurde geknackt. Schließlich kann man Feuerwehrschläuche auch entkuppeln und so den Nachschub zum Versiegen bringen.

Bei der letzten Station war der Umgang mit dem Fußball anlässlich der Europameisterschaften in Frankreich gefordert. Heiligenstadt und Ortsbürgermeister Uwe Denecke fackelten nicht lange und hielten drauf, ehe wieder reichlich Wasser vergossen wurde.

Nach der Gaudi schmeckte das eine oder andere Bier und ganz oben auf der Wunschliste stand der Wunsch nach trockenen Klamotten.

Wasserschlacht beim Willershäuser Barrikadensturm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.