Eigentümer sind gegen einen Verkauf

Grundstücke bleiben privat: Kein neues Baugebiet in Heinebach

+
Keine neuen Häuser zwischen der Eisfeldstraße und Borngasse in Heinebach: Die Eigentümer wollen ihre Grundstücke (eines davon wäre neben der Eisfeldstraße 30, Bild) nicht verkaufen. Die Gemeinde wollte dort Platz für sieben Familienhäuser schaffen.

Alheim. In Heinebach sollte neues Baugebiet erschlossen werden, um mehr Einwohner nach Alheim zu locken. Doch die Eigentümer der Grundstücke entschieden sich dagegen.

Die Zukunft selbst in die Hand nehmen: Das stand bei der vergangenen Gemeindevertretersitzung in Alheim im Vordergrund. Doch in einem Punkt kam es nicht so, wie gehofft.

Deutlich wurde das an den Projekten „ZuBRA Region 2030+" sowie an dem Vorhaben, in Heinebach neues Baugebiet zu erschließen. Mit dem Ziel, mehr Einwohner nach Alheim zu locken. Doch die Grundstückseigentümer waren dagegen.

Baupläne in Heinebach 

Der demografische Wandel macht auch vor Alheim nicht Halt. Um dem entgegenzuwirken, haben die Gemeindevertreter über die Entwicklung des Heinebacher Ortskerns beraten. Den Anstoß gab eine Alheimerin, die im Bereich der Eisfeldstraße ein Grundstück von der Gemeinde abkaufen wollte. Zusammen mit ihrem eigenen Grundstück will sie es anschließend als Bauland weiterverkaufen.

Die Bebauung dieses Grundstücks würde jedoch die Erschließung der angrenzenden Grundstücke - insgesamt 5000 Quadratmeter - blockieren. Das Baumanagement des Zweckverbands Alheimer prüfte nun, ob eine vorherige Erschließung zwischen der Eisfeldstraße und der Borngasse möglich wäre, damit die angrenzenden Grundstücke später doch noch bebaut werden könnten.

Wie Heinrich Wacker vom Baumanagement vortrug, gebe es rein theoretisch die Möglichkeit, das 5000 Quadratmeter große bisher unbebaute Areal zu erschließen. Praktisch gebe es jedoch Probleme. Von den 14 Grundstückseigentümern hatten sich sieben dagegen und zwei dafür ausgesprochen. Die restlichen Eigentümer gaben keine Rückmeldung.

Die Gemeindevertretung entschied sich schließlich gegen eine Bauleitplanung für dieses Gelände. Doch das Ziel, mehr Einwohner nach Alheim zu ziehen, wurde nicht aufgegeben. Ein etwa 3000 Quadratmeter großes Areal direkt neben dem vorher zu beratenden Gelände soll in nächster Zeit neu bebaut werden.

Bisher befinden sich die Grundstücke noch in Privatbesitz, auch Gebäude stehen darauf. Durch die Zustimmung der Gemeindevertreter sollen die Häuser jedoch zurückgebaut werden, um eine private Neubebauung mit beispielsweise Wohn- und Pflegeheimen zu ermöglichen.

Zweite Phase bei Zubra 

Alheim geht zusammen mit den fünf Partnerkommunen Bebra, Rotenburg, Cornberg, Ronshausen und Wildeck bei der interkommunalen Zusammenarbeit „ZuBRA Region 2030+“ in die nächste Phase. Das teilte Bürgermeister Georg Lüdtke den Gemeindevertretern am Dienstag mit. Nach der Visionsentwicklung steht nun die Konzepterarbeitung an. Daran wird auch die Uni Kassel beteiligt sein. 200 000 Euro stehen der Region für die zweite Phase zur Verfügung.

Die beiden Fraktionsvorsitzenden Dieter Schönborn (CDU) und Udo Aschenbrenner (SPD) merkten jedoch an, dass das bisher erarbeitete Visionskonzept sehr theoretisch und weit weg von der Bevölkerung sei. Sie hoffen nun, dass die zweite Phase konkreter und lebensnaher werde, um dadurch die „2,5 Millionen Euro in die Region zu holen“, so Schönborn.

Über die Anfragen der FDP zu Lärmschutz, schnellem Internet und einer Verkehrsberuhigung in Heinebach lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra und im E-Paper.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.