Dreijähriger hat Stofftier zurück: Hase Felix ist wieder daheim

Wiedervereinigung bei der Hersfelder Zeitung: Leo Oswald mit Hase Felix, Mama Claudia Hartwig (rechts) und Finderin Tanja Olms. Foto: Maaz
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Wiedervereinigung bei der Hersfelder Zeitung: Leo Oswald mit Hase Felix, Mama Claudia Hartwig (rechts) und Finderin Tanja Olms.

Bad Hersfeld. Leos große blaue Augen leuchten, als er mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen und sichtlich stolz seinen Hasen Felix präsentiert. Endlich sind der Dreijährige und sein verloren geglaubtes Stofftier wieder vereint - dank einer ehrlichen Finderin und eines Artikels in der Zeitung.

Mehrere Monate lang hatte der kleine Hase Leo Oswald begleitet, zum Beispiel in den Urlaub oder in den Kindergarten. Bei einem Familienausflug zum Dippenmarkt am Lolls-Mittwoch passierte es dann: Der als reiselustiger Weltenbummler aus den Geschichten von Annette Langen bekannte Hase machte sich an der Wigbertstraße selbstständig. Vermutlich fiel das Kuscheltier beim Ein- oder Aussteigen aus dem Auto aus der Seitentasche von Leos Rucksack.

Als das Fehlen später zu Hause auffiel, machte sich Mama Claudia Hartwig sofort noch einmal auf den Weg zur Wigbertstraße. „Aber Felix war im Dunkeln nirgendwo zu sehen“, berichtet die Bad Hersfelderin. „Vielleicht hatte ihn ja ein Tier verschleppt“, mutmaßt der Dreijährige... Natürlich war der Steppke traurig. „Es war ja kalt und nass, das hat Leo gar nicht gefallen“, erinnert sich seine Mutter.

Irgendwann besorgte sie einen neuen Felix. Der ist etwas kleiner als das verloren gegangene Original und trägt eine Glocke um den Hals. Die Hoffnung, den „richtigen“ Felix wiederzufinden, hatte die Familie längst aufgegeben. Als sie nun am vergangenen Samstag die Zeitung aufschlug, traute sie ihren Augen kaum.

Unter dem Titel „Reiselustiger Hase in der Gosse gefunden“, berichtete Redakteur Peter Gottbehüt über den tierischen Fund einer Bekannten. Tanja Olms hatte den Stoffhasen am 3. Januar in der Nähe ihres Hauses völlig verdreckt im Rinnstein liegen sehen, ihn kurzerhand mit ins Haus genommen und einer Grundreinigung unterzogen. Mit einem Hinweis in der Zeitung hoffte sie, den Besitzer zu finden. „Ich weiß, wie wichtig Kuscheltiere sind und wie dramatisch ein solcher Verlust sein kann“, erklärt sie. Über die glückliche Wiedervereinigung freut sie sich genauso wie Leo und seine Mutter.

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