Michael Roth spricht mit der DB Netz AG über Bürgerbeteiligung bei ICE-Strecke

ICE-Trasse durch Hersfeld-Rotenburg: Planung künftig im Dialog

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Sie suchen den Dialog: Michael Roth im Gespräch mit Dirk Rompf, Vorstand für Netzplanung/Großprojekte (rechts), und Gerd-Dietrich Bolte, Leiter der Großprojekte Mitte (links).

Bad Hersfeld/Berlin. Bei der Planung der ICE-Trasse durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg soll die Bevölkerung stärker beteiligt werden.

Das hat die DB Netz AG dem SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth zugesagt. Er hatte sich mit Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand für Netzplanung/Großprojekte, und Gerd-Dietrich Bolte, Leiter der Großprojekte Mitte, in Berlin getroffen.

„Die unzureichende Kommunikation über die Trassenplanungen hat in den vergangenen Monaten für viel Verunsicherung in unserer Region gesorgt. Ich habe aber den Eindruck gewonnen, dass nun alle Verantwortlichen verstanden haben: Eine Grundakzeptanz für solche Infrastrukturprojekte erreicht man nur durch Information, Dialog und Einbindung“, fasste Roth das Gespräch zusammen.

Roth hatte bereits im Juli angeregt, die konkrete Trassenführung bei einem öffentlichen Dialogverfahrens zu ermitteln. Als Modell hatte der SPD-Politiker das bewährte Dialogforum in der Region Fulda ins Spiel gebracht, bei dem seit Sommer 2014 in einem konstruktiven Miteinander eine geeignete Vorzugsvariante für das Planrechtsverfahren erarbeitet wird. Roth und die beiden Vertreter der DB Netz AG waren sich einig, dass Großprojekte heute nicht mehr wie noch vor 30 Jahren nur am Reißbrett geplant werden können.

Im März 2017 soll deshalb nach Angaben der DB Netz AG auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg ein Dialog- und Beteiligungsforum beginnen, um unter Abwägung aller Interessen eine Lösung zu finden, die auf eine möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz stößt. Für den ergebnisoffenen Diskussionsprozess werde ein Zeitraum von anderthalb bis zwei Jahren eingeplant.

Bei der Trassensuche seien für die DB Netz AG vier Projektziele entscheidend: Neben der Berücksichtigung des Planungskorridors, der weiteren Anbindung des Bad Hersfelder Bahnhofs an das Fernverkehrsnetz sowie der Planrechts- und Finanzierungssicherheit müsse sichergestellt werden, dass mit der neuen Trasse die Fahrzeit zwischen Fulda und Erfurt auf unter 60 Minuten verkürzt werde.

Roth ergänzte, dass auch die Frage des wirksamen Lärmschutzes für die Anwohner von Beginn an bei allen Planungen mitgedacht werden müssen. Zudem müsse bei den Planungen auch berücksichtigt werden, welchen lokalen Nutzen eine Bahntrasse mittelfristig in den betroffenen Kommunen schaffen könne. (red/kai)

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