Ortsbeirat Lispenhausen will endlich Lösung

Bahn-Anlage mangelhaft: Kinder und Gehbehinderte kommen nicht in den Cantus

Die frühere Laderampe soll fallen, stattdessen sollen Bahnsteig und Parkplätze kommen: Das fordert der Ortsbeirat Lispenhausen. Züge fahren bisher dicht an der angrenzenden Ladestraße vorbei. Foto: Schäfer-Marg

Lispenhausen. Die Bahnanlagen in Lispenhausen sind ein Daueraufreger. Der Ortsbeirat versucht erneut, eine Lösung zu schaffen.

Einstimmig hat das neu gewählte Gremium einen vom früheren Ortsvorsteher Jörg Schlüter verfassten Antrag an den Magistrat verabschiedet, der ein Gesamtpaket für den Bahnhofsbereich beinhaltet. Finanziert werden könnte es zum Teil über das Kommunale Investitionsprogramm.

Der Cantus in Richtung Kassel lässt sich bekanntlich von Kindern und Menschen mit Gehbehinderungen nicht allein erklimmen oder verlassen, weil der Abstand zwischen Bahnsteig und Zug viel zu hoch ist. Man muss üblicherweile aus dem Zug springen oder mit einem turnerischen Akt einsteigen. Schon oft wurden seitens der Stadt Rotenburg Vorstöße bei der Bahn unternommen, für Abhilfe zu sorgen.

Außerdem fehlt es an Parkplätzen für die vielen Pendler, die - auch aus dem Haselgrund - von Lispenhausen aus zur Arbeit fahren. Sie parken an der Ladestraße, die ebenfalls der Bahn gehört, und in Wohnstraßen rund um den Bahnhof. Schließlich gibt es noch die schon lange nicht mehr genutzte Laderampe, die von Unkraut umwuchert ist. Diese „Dreckecke“ (Schlüter) soll im Zuge des Gesamtpakets verschwinden.

Der Magistrat soll laut Antrag mit der Bahn über den Erwerb der so genannten Ladestraße, eine Anliegerstraße zwischen Bahnhofstraße und Straße Am Steg, verhandeln, ebenso über den Abriss der Laderampe. Die Lispenhäuser hoffen, dass der Ankauf für einen symbolischen Euro machbar sein wird.

Die Bahn soll außerdem beschleunigt den Bahnsteig sanieren beziehungsweise neu bauen - direkt gegenüber des bereits vor zehn Jahren sanierten Bahnsteigs in Richtung Bebra.

Davon erhofft man sich auch eine schnellere Öffnung der Schranken am Bahnübergang, weil die Züge den neuralgischen Punkt bereits überquert haben, wenn sie zum Ein- und Aussteigen halten. Die Wartezeit für Anwohner und mögliche Rettungsteams werde dadurch verkürzt. Die Schranken sind auch aufgrund erheblichen Güterverkehrs sehr häufig geschlossen und trennen das Dorf.

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