Mareike Eckert war mit ihrem „Schätzchen“ beim Audi-VW-Treffen am Kreisel

Ein Polo mit Flügeltüren

Mareike Eckert: Den Polo 6N, Baujahr 1999, hat sie gebraucht gekauft, fast alles nach ihrem Geschmack verändert und dem Auto ein edles Design verpasst. Foto: Achim Meyer

Bebra. Trotz der in den Himmel ragenden Flügeltüren und des extravaganten Innenlebens war Mareike Eckerts Auto nur eines von vielen ganz außergewöhnlichen Fahrzeugen beim Audi-VW-Treffen der Bebraer Motorsportfreunde am Herkuleskreisel am Sonntag.

Das Besondere: Die 29-Jährige dürfte eine von ganz wenigen Frauen in der Männer-dominierten Schrauberszene sein, die hier ihr größtenteils eigenhändig umgebautes Auto präsentierte. „Mein Auto ist ziemlich bekannt“, sagt sie deshalb lachend.

Jedes Wochenende unterwegs

Kein Wunder, verbringt die zierliche Verkäuferin aus Bad Kissingen doch fast jedes Wochenende auf Szene-Treffen in ganz Deutschland. Das jährliche Treffen in Bebra mag sie: Es sei groß und biete ein umfangreiches Programm – eine gute Gelegenheit, Bekannte zu treffen, zu schauen und das eigene Fahrzeug zu präsentieren.

Die fette Beschriftung der Frontscheibe verkündet direkt: Hier sitzt eine schwarzhaarige Frau am Steuer: „Black Lady“ hat Eckert ihr Schätzchen getauft. Den Polo 6N, Baujahr 1999, hat sie gebraucht gekauft, fast alles nach ihrem Geschmack verändert und dem Auto ein edles Design verpasst.

Beim Bruder infiziert

Dazu gehören die Flügeltüren, die Innenausstattung mit Leder in Elfenbein-beige, vier eingebaute Bildschirme, Überrollbügel, ein auf 101 PS ausgebauter Motor und Details wie ein verchromter Feuerlöscher und ein Tacho, auf dem das Auto abgebildet ist. Beige Streifen zieren den Lack. Mareike Eckert ist als junges Mädchen beim Bruder mitgefahren und so auf den Geschmack gekommen. Die technischen Kenntnisse hat sie sich selbst angeeignet oder bei ihrem Freund abgeschaut. Das ist Jörg Böhnlein, der Land- und Baumaschinenmechaniker ist und ebenfalls sein eigenes Fahrzeug mit nach Bebra gebracht hat. Er hat auch eine Hebebühne und mit Mareike Eckert zusammen das Fahrwerk erneuert.

Das ein oder andere will sie noch verändern. „Ein Auto ist nie fertig“, sagt sie und lacht.

Von Achim Meyer

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