Elf Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen

Autohaus Krapf in Bebra muss schließen: Kein Betrieb mehr ab April 2017

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Das Traditionsunternehmen Krapf in Bebra wird ab April 2017 schließen: Elf Mitarbeiter sind davon betroffen. Für sie versuchen die Geschäftsführer Lösungen zu finden. 

Bebra. Das Bebraer Traditionsautohaus Krapf schließt. Das teilte jetzt Dr. Klaus Sorg auf Anfrage mit. Er ist Geschäftsführer der Sorg-Gruppe, der das Autohaus Krapf angehört.

Mit den Mitarbeitern sei man derzeit im Gespräch. Der Geschäftsführer des Bebraer Autohauses, Klaus Schneider, befindet sich derzeit im Urlaub.

„Es sind elf Mitarbeiter betroffen“, sagt Sorg. Man strebe eine einvernehmliche Lösung an. Sorg sei schließlich niemand, der seine Leute im Regen stehen lasse: „Es gibt das Angebot, dass Mitarbeiter in andere Filialen nach Fulda oder Bad Salzungen wechseln, entschieden wurde aber noch nichts.“

Neue Vorgaben von  Autohersteller Ford

Die Entscheidung, das Autohaus Krapf zu schließen, sei Sorg nicht leicht gefallen. „Es tut mir persönlich weh“, so seine Reaktion. Doch die Anforderungen und neuen Vorgaben vom Vertragspartner, dem Autohersteller Ford, seien zu groß für den Betrieb in Bebra geworden. Hätte man alles umsetzen wollen, wäre eine Investition von 1,5 Millionen Euro für eine neue Halle nötig gewesen. Das habe man sogar in Betracht gezogen. Mit Architekten wurde der Platz der ehemaligen Ausstellungshalle ins Auge gefasst, samt Abriss des derzeitigen Betriebsgebäudes.

Um diese Investionssumme zu rechtfertigen, müsste der Betrieb jedoch zukunftsfähig sein, meint der Geschäftsführer der Sorg-Gruppe. „In fünf Jahren will Ford Autos bauen, die weder Lenkrad noch Gas- und Bremspedal haben, alles wird elektronisch laufen“, erklärt er. Dafür sind ausgebildete Elektro-Mechaniker nötig. Autohaus Krapf habe vier davon in einem Master-Programm ausgebildet, die allerdings zu anderen Betrieben mit lukrativeren Gehältern abgewandert sind. Ein Verlust für den Bebraer Betrieb, der ihn zunehmend konkurrenzunfähig mache - und ein Grund, weshalb man sich gegen die Investition entschied.

Ford-Kunden müssen sich aber keine Sorgen machen, sagt Sorg. Bis April ist der Betrieb in Bebra noch ihr Ansprechpartner. Danach springen andere Niederlassungen ein. Was mit dem Betriebsgelände nach April geschehen soll, darüber werde noch in nächster Zeit entschieden. 

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