Bebra: FWG-Resolution abgelehnt,  Bauprojekten zugestimmt

Die Arche Noah: Links der Eingangsbereich bleibt bestehen, rechts auf dem Rasen ist ein Anbau geplant.

Bebra. Fast drei Stunden lief die Sitzung der Bebraer Stadtverordneten bereits, als sie nochmal so richtig Fahrt aufnahm. Ein Resolutionsvorschlag von Klaus Reifschneider (FWG), in dem er Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten in Hessen fordert, sorgte für die emotionalste Diskussion des Abends. Hier das wichtigste aus der Sitzung im Überblick.

Die Resolution

„Da habt ihr euch aber schön abgesprochen“, sagte Reifschneider in Richtung der anderen Parteien, nachdem diese den Vorschlag mehrheitlich abgelehnt hatten und teilte kräftig aus. Mit so einer Haltung könne er am nächsten Tag nicht mehr in den Spiegel sehen, sagte er und empfahl dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Schneider-Rose den Besuch einer Rhetorik-Schulung. Auf die Argumente der anderen Parteien ging Reifschneider indes nicht ein. Fast unisono hatten die die Idee der Gebührenbefreiung befürwortet, aber gleichzeitig angemerkt, dass man eine solche nicht fordern könne, ohne einen Plan zu haben, wo das Geld stattdessen herkommen könne.

Die Bauprojekte

Bei den Bebraer Unternehmen tut sich was. Das Werkzeugservice des Großunternehmens Hilti erweitert seinen Standort, das Bauunternehmen Beisheim zieht mit seinem Betriebshof in einen Neubau um. Für beide Vorhaben im Industriegebiet Bebra- Nord machten die Stadtverordneten am Donnerstag mit einstimmigen Beschlüssen für die Bebauungspläne den Weg frei. „Es geht hier nicht nur darum, den Standort zu erhalten, sondern auch darum, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu sichern“, sagte Lothar Knoth (SPD) und schlug vor, am jetzigen Beisheim-Standort ein Wohngebiet entstehen zu lassen. Wir berichten weiter.

Die Standesämter

Die Zusammenlegung der Standesämter von Ronshausen und Bebra gefällt allen Parteien. Die Entscheidung fiel einstimmig. Laut Michael Gauler (CDU) spart Ronshausen durch die Neuausrichtung jährlich 20.000 Euro, Bebra immerhin 9000 Euro.

Die Kindertagesstätte Den Anbau der evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah (wir berichteten) befürworteten die Parteien einstimmig. Weil die Stadt ihre Beteiligung an Sanierung und Umbau auf 50.000 Euro deckelt, enthielt sich die GfB bei diesem Punkt.

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