Fußball

Gewitter: Erst später Anpfiff, dann kurz vor Schluss Abbruch wegen Dunkelheit

Starke Gewitter – wie hier in Asbach – führten am Sonntag dazu, dass auf einigen Sportplätzen die Spiele erst gar nicht angepfiffen oder später abgebrochen wurden. Foto: Eyert

Neukirchen. Das Gewitter am Sonntagabend führte zu kuriosen Situationen auf einigen Fußballplätzen.

So zum Beispiel in Neukirchen im Haunetal: Hier wurde die Kreisoberligapartie zwischen der SG Haunetal und der FSG Bebra spät erst kurz nach 19 Uhr angepfiffen - und sieben Minuten vor Ende der regulären Spielzeit von Schiri Hendrik Paris beim Stande von 3:2 für die Gastgeber abgebrochen. Die Partie wird nun neu angesetzt. Der Termin ist allerdings offen.

Darüber regte sich Senouci Allam mächtig auf. „Wir haben kein Flutlicht in Neukirchen. Meiner Meinung war zu dem Zeitpunkt noch genug Sonnenlicht“, sagte der Coach der SG Haunetal. „Als er pfiff, haben wir zunächst gedacht, die Partie wäre normal zu Ende und haben uns gefreut. Dass er abgebrochen hat, haben wir erst gar nicht mitbekommen.“

Dass die Partie nicht in die normalen Spielzeit zu Ende gebracht wurde, führte natürlich zu Diskussionen. Die Haunetaler Aufregung wird verständlich, wenn man den Spielverlauf betrachtet. Die Gastgeber lagen zunächst durch Tore der Bebraer Daniel Kaufmann und Julian Eberhardt im Rückstand, arbeiteten sich dann aber durch Mario Deisenroth und einen durch Christoph Fischer verwandelten Elfer heran und gingen durch Sebastian Schmidt mit 3:2 in Front. Allam hatte im Vorfeld des spiels den Schiri gebeten, bald anzupfeifen und die Halbzeit auf fünf Minuten zu verkürzen was er aber nicht tat.“ Für die Bebraer Seite war die Sache klar. „Es war einfach viel zu dunkel. Es bestand keine Möglichkeit mehr, den Ball zu antizipieren, wenn er in der Luft war“, sagte Andreas Gleim. Der FSG-Trainer war einverstanden mit dem Abbruch: „Für meine Begriffe war es die richtige Entscheidung.“

Auch Fabian Kallée, Spielertrainer des SVA Bad Hersfeld war zufrieden damit, dass die Gruppenligapartie gegen Eiterfeld nicht angepfiffen wurde: „Es ist nie gut, sich warmzumachen, dann eine halbe Stunde zu warten, um dann wieder neu anzufangen. Auch wenn wir hätten spielen können, weil wir Flutlicht haben: Der Abbruch ist aus sportlichem Grund zu vertreten.“

Von Hartmut Wenzel

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