Gefällte Bäume, Schwätzer und „Hassltiraden“ - Parlament lehnt Baumfällaktion ab

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Bäume fielen in Bebra und den Ortsteilen: Das Foto zeigt die jetzt kahle Stelle am Amalienplatz. Das Bebraer Parlament beschloss nun einstimmig, dass Baumfällaktionen künftig nicht mehr im Alleingang angeordnet werden sollen.

Bebra. In ganz Bebra sind kürzlich an mehreren Stellen Bäume gefällt worden. Diese Aktionen lehnt das Stadtparlament einmütig ab.

Beschlossen wurde, dass sie künftig besser abgestimmt werden müssen, die Ortsbeiräte sollen beteiligt werden. Zunächst dürfen keine Bäume mehr gefällt werden. „Wer hat dies veranlasst, war das abgestimmt?“, fragte Gerhard Schneider-Rose (SPD), der den Antrag vorgelegt hatte. Ein Baum brauche so lange, um zu wachsen. Man müsse sehr bedächtig vorgehen.

Bürgermeister Uwe Hassl hatte sich zur jüngsten Stadtverordnetenversammlung wegen Krankheit entschuldigt. Schneider-Rose verlas daher einen Kommentar von Hassl im sozialen Netzwerk Facebook: „Alles Schwätzer. 40 Jahre lang keinen einzigen Baum gepflegt, keine Haushaltsmittel für Grünflächenmanagement bereitgestellt, Schäden an Kanalsystem, den Häusern der Eigentümer und den Straßenoberflächen fahrlässig und billigend in Kauf genommen. Für alle Hans Guck- indieluft, mal auf den Boden der Tatsachen schauen. Die Schäden, die diese Riesenplatanen angerichtet haben, sprechen wohl für sich. Allen Demagogen und Dummschwätzern, wo wart Ihr denn die letzten 20 Jahre mit Euren Dudufingerhebern? Hättet ihr mal für artgerechten Pflegezustand gestanden und nicht dem Wildwuchs belassen, aber ist ja Wahlkampf. Wartet nur, bis Eure Hassltiraden nach hinten losgehen. Noch stehe ich nicht zur Wahl.“

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