Keine Sorge um Sicherheit wegen neuer Notunterkunft in Bebra

In Bebra vonseiten der Stadt zuständig: Flüchtlingskoordinator Friedhelm Eyert und seine Stellvertreterin Isabel Steinbach vor der künftigen Notunterkunft, dem ehemaligen Baumarktgebäude. Foto:  Zindler/nh

Bebra. Mit der Belegung des ehemaligen Toom-Baumarktes als Notunterkunft für Flüchtlinge wird schon in der nächsten Woche gerechnet.

Es sollten daher im Vorfeld keine unnötigen Ängste wegen der bald dort untergebrachten Menschen geschürt werden, appellieren Bebras Flüchtlingskoordinator und Ordnungsamtsleiter Friedhelm Eyert und Kollegin Isabel Steinbach sowie Polizeisprecher Manfred Knoch.

So sorgt innerhalb der Einrichtung ein Sicherheitsdienst für Ordnung. Für die Sicherheit außerhalb des eingezäunten und mit Sichtschutz versehenen Areals sieht sich die Polizei gerüstet - auch mit den vorhandenen Kräften.

Bisherige Erfahrungen

Die bisherigen Erfahrungen in Rotenburg und Bad Hersfeld zeigten, dass der Alltag in den Einrichtungen überwiegend friedlich, aber durchaus nicht konfliktfrei ablaufe. „Wenn Menschen verschiedener Weltanschauungen, Kulturkreise und unterschiedlichem Bildungsstand auf so engem Raum untergebracht werden, ist immer mit Konflikten zu rechnen“, erklärt Bebras Bürgermeister Uwe Hassl. Der Kreis als Betreiber habe aber aus Erfahrungen gelernt und diese baulich und in den täglichen Abläufen berücksichtigt.

Friedhelm Eyert weist darauf hin, dass sich das Stadtbild von Bebra zumindest in Teilen verändern werde. „Die Flüchtlinge nehmen natürlich auch am Alltagsleben teil.“ Das müsse aber nichts Negatives sein, sondern werde von vielen auch als Bereicherung angesehen. .

Alle Vorfälle melden

Die Polizei fordert die Bevölkerung, besonders auch die Geschäftsleute auf, sich bei allen Vorfällen unbedingt bei der Polizei zu melden. Man gehe allen Hinweisen nach, betont Polizeipressesprecher Manfred Knoch. Nur so könne man auch aufkommenden Gerüchten nachgehen.

Das meiste, was in Sozialen Netzwerken behauptet werde, sei frei erfunden und treffe auf den Landkreis gar nicht zu, sagte Knoch. In Hersfeld-Rotenburg gibt es eigens für Fälle im Zusammenhang mit Flüchtlingen einen Zuständigen, den Polizeihauptkommissar Michael Gröhmann. Dieser gebe einen täglichen Lagebericht ab und stehe mit den Bürgermeistern, Kommunen und den Sicherheitsdiensten in enger Verbindung.

Nicht weniger Sicherheit

Auch die Sozialen Netzwerke hat man laut Knoch im Blick, zusätzlich sind Polizeistreifen unterwegs - auch zivile. Falls es ein Problem gebe, „ist die Polizei ruckzuck vor Ort“, versichert er. In Rotenburg oder Bad Hersfeld habe die Sicherheit jedoch nicht abgenommen. Probleme gebe es eher mit Spannungen und auch Schlägereien in den Einrichtungen.

Hiesige Regeln gelten

„Die Flüchtlinge kommen nicht, weil sie jemandem etwas wegnehmen möchten, sondern weil sie Schutz suchen“, betont Kreis-Pressesprecher Dirk Herrmann. In Rotenburg etwa habe sich gezeigt, dass die Auswirkungen der Erstaufnahme auf den Alltag der Menschen minimal seien. Dennoch erwarte man von den Hilfesuchenden auch, dass sie hiesige Regeln respektierten.

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