Telekom: Mehr Haushalte in Bebra und Weiterode sollen von Netzausbau profitieren

Bebra. Nachdem die Telekom die Ortsteile Breitenbach, Blankenheim und Lüdersdorf im September 2015 mit Vectoring-Technik versorgt hat, soll es jetzt in der Kernstadt Bebra und in Weiterode weitergehen.

Die Telekom wird laut Mitteilung weitere rund 15 Kilometer Glasfaser verlegen und 23 Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit moderner Technik ausstatten. Dadurch werden rund 4300 Haushalte in Bebra bis Ende 2016 Vectoring-fähig, verspricht das Unternehmen.

Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sein sollen. Die Ansprüche der Bürger und der Gewerbebetriebe an ihren Internet-Anschluss steigen ständig, sagt Bürgermeister Uwe Hassl. Er freue sich, dass Bebra vom Ausbau-Programm der Telekom profitiert „und wir nicht auf die wesentlich langsamere Technik der Breitband Nordhessen GmbH warten müssen“.

Drei Schritte führen zum schnellen Internet:

• Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse (MFG), die großen grauen Kästen am Straßenrand, wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium, ist aber auch mit rund 70.000 Euro pro Kilometer teuer.

• Die Multifunktionsgehäuse werden mit spezieller Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Dort werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Die grauen Kästen werden über das Ausbaugebiet verteilt. Je näher der Kunde am grauen Kasten wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

• Die Kupferleitung, die vom grauen Kasten zum Kunden führt, wird durch Vectoring-Technik schneller. Vectoring beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo möglich. Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s).

Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet.

Die Telekom setzt beim Netzausbau auf einen Mix aus Festnetz und Mobilfunk. So kann ein Hybrid-Router die Bandbreite aus beiden Netzen bündeln. Bis Ende 2018 sollen 95 Prozent der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s nutzen können.

Rubriklistenbild: © dpa

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