Bebraer Lokomotivführer sind für Ausbildungsbahnhof

Das Inselgebäude am Bahnhof Bebra: Die GDL in der Eisenbahnerstadt unterstützt die Idee, die Anlage zu einem Ausbildungsbahnhof zu machen. Foto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. „Die Lage Bebras in der Mitte Deutschlands ist optimal", stellt Thomas Mühlhausen, Vorsitzender der GDL-Ortsgruppe Bebra, fest. Die Gebäude am Bahnhof seien ideal für den praktischen Unterricht.

Wohlwollenden Beifall von allen Fraktionen fand jüngst im Stadtparlament ein FDP-Antrag, den Bahnhof Bebra zum Ausbildungsbahnhof zu machen - wir berichteten. Die Stadt solle mit der Bahn AG und auch privaten Bahngesellschaften in Verhandlungen treten, hieß es weiter.

Auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) schlägt nun in die gleiche Kerbe. Die GDL dränge schon lange auf eine sinnvolle Nachnutzung der Gebäude. „Im Inselgebäude ist Platz, auch im Lokschuppen 2.“ Seine Idee wäre, dass in Bebra Schulungsmodule angeboten werden könnten. Das bedeutet: Unterricht am Material, während die theoretische Ausbildung andernorts stattfinden könnte.

Die Schulung am Material sei zum Beispiel für den Beruf des Wagenmeisters sehr wichtig. Der müsse später vielerlei anspruchsvolle Kontrolltätigkeiten an Zügen verrichten. „Wagenmeister prüfen vor Abfahrt den kompletten Zugverband, Kupplungen und Bremsen. Sie schauen, ob die Waggons Schäden haben und ob die Ladung ausreichend gesichert ist.“

Nach Mühlhausens Auffassung ist die Bahnhofsanlage in gutem Zustand, der Bedarf wäre gegeben, und in der Stadt wäre überdies bezahlbarer Wohnraum vorhanden. „Der Markt ist da“, schließt Mühlhausen. (rai)

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