Landestag der Jungen Union

Beim Almauftrieb in Rotenburg

Urige Atmosphäre und ernste Worte: Innenminister Peter Beuth sprach über die Sicherheitsarchitektur in Zeiten des Terrors.

Rotenburg. Wenn junge Politiker hoch hinaus wollen, dann ist es gar nicht verkehrt, auf einer Alm verlässliche Seilschaften zu bilden. Das hat sich wohl auch die Junge Union (JU) gedacht, die am Wochenende bereits zum zweiten Mal ihre wichtigste Parteiveranstaltung des Jahres, den Landestag, in Rotenburg abhält.

Bevor am Samstag Ministerpräsident Volker Bouffier und alle wichtigen CDU-Landespolitiker zu ihren jungen Parteifreunden kamen, hatten die Nachwuchspolitiker am Freitagabend auf Göbels Almhütte zum so genannten Ehemaligentreffen mit rund 70 früheren und aktiven JU’lern geladen. Ehrengast war Innenminister Peter Beuth.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Lena Arnoldt, selbst noch im besten JU-Alter und von ihren Parteifreunden liebevoll „Lenchen“ genannt, freute sich über den lauen Frühsommerabend an dem sich die Gewitterwolken rechtzeitig verzogen hatten. Der Landesvorsitzende der Jungen Union, der Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck aus Marburg, betonte, wie gern die JU in Rotenburg tage. Der Rotenburger CDU-Fraktionschef Jonas Rudolph lobte die „tolle Location“, denn ohne die professionelle Unterstützung durch Göbels-Hotelteams wäre eine solche Mammutveranstaltung für die nur 150 Mitglieder zählende JU-Gruppe aus Hersfeld-Rotenburg gar nicht zu wuppen. Rudolph fungierte gemeinsam mit dem Rotenburger Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Börner quasi als inoffizieller Stellvertreter von Bürgermeister Christian Grunwald, der zur Zeit im Urlaub ist.

Dank guter Organisation konnten die Rotenburger Gastgeber gemeinsam mit dem JU-Landesgeschäftsführer Christian Eckhardt aus Ludwigsau, dem CDU-Kreisvorsitzenden Timo Lübeck aus Haunetal und dem Bad Hersfelder Stadtverordneten Jan Saal entspannt den Abend auf der Alm bei Bratwurst und Steaks vom Grill genießen.

Innenminister Beuth nutzte die Runde der wissbegierigen Jung-Politiker, um einige Einblicke hinter die Kulissen der Wiesbadener Politik zu gewähren. So berichtete er, wie intensiv zurzeit an einer neuen „Sicherheitsarchitektur“ gearbeitet werde, um der Terrorgefahr zu begegnen.

Danach wurde die Runde aber schnell wieder fröhlich. Das Bier floss in Strömen, politische und zwischenmenscheliche Fragen wurden diskutiert, und am Nagelklotz vor der Almhütte übten sich JU’ler darin, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Für junge Politiker auf dem Weg nach oben ist diese Fähigkeit wohl ebenso wichtig, wie gut funktionierende Seilschaften.

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