„Colours of Music“ und Thorsten Waap begeistern mit gefühlvollen Liedern in Cornberg

Bildgewaltige Lieder

Zum Jubeln: Ein mitreißendes Konzert gab der Chor Colours of Music aus Obersuhl unter der Leitung von Matthias Weber im Kloster Cornberg. Fotos: Apel

Cornberg. Es war eine zweieinhalbfache Sternstunde, die der Obersuhler Chor „Colours of Music“ und der Heringer Pfarrer Dr. Thorsten Waap am Samstagabend dem immer wieder begeistert mitgehenden Publikum auf der Kulturbühne der Cornberger Klosterkirche schenkten.

Ein Stück passte zum anderen, Nachdenkliches folgte auf Fröhliches und Heiter-Besinnliches, und das Schönste: Der jahrhundertealte Chorraum mit seiner wunderbaren Akustik schien einmal mehr wie geschaffen für die Stimmen des alle musikalischen Farbregister ziehenden, von Matthias Weber einfühlsam geleiteten Chores. Immer wieder verschmolzen Vergangenheit und Gegenwart in seltener Harmonie.

Schon bei „I will Follow Him“ aus dem Musical „Sister Act“ und erst recht bei „Come on, let’s Celebrate“ lassen sich die Zuhörer anstecken, schnippen und klatschen sie mit. Aber sie genießen auch das alte, verspielt interpretierte Volkslied „In einem kühlen Grunde“ und die Lieder, in denen der Wunsch nach Geborgenheit und Frieden thematisiert wird – nicht zuletzt den Bette-Middler-Song „From a Distance“ und den stimmgewaltig vorgetragenen Michael-Jackson-Song „We are the World“. Bei den Gospels merkt man, mit wie viel Freude und Glaubensstärke der Chor bei der Sache ist.

Dinge des Lebens

Glaubensstärke ist auch das Pfund, mit dem der Pfarrer und Liedermacher Dr. Thorsten Waap wuchert. Er hat seine Gitarre mitgebracht und trägt aus eigenem Erleben gewachsene, selbst geschriebene, bildgewaltige Lieder vor. In ihnen geht es um einen menschlichen Gott und die Dinge des Lebens: „Schenk mir ein Eintagsfliegenleben jeden neuen Tag!“

Einfühlsam singt er über den Unterschied zwischen Wissen und Weisheit, über den Weg „Vom Kopf zum Herz“. Genuss- und geräuschvoll knuspernd verspeist er Schokolade, bevor er bilanziert: „Das Leben ist wie Schokolade: süß, bitter, mit harter Nuss. Nicht nur Wollen, Können, sondern Muss!“ Sensationell sein umgeschriebenes Steigerlied: „Glück auf, Glück ab!“

Mit Klavierstücken setzen Clemens Gümpel und Florentine Platzdasch dem Abend weitere Kronen auf, ehe sich der Chor und die Instrumentalisten mit „Worthy“ und einem irischen Segenslied vom dankbaren Publikum verabschieden.

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